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Land Steiermark - Kultur, Europa und Außenbeziehungen


EU-Tagesnews 17.06.2014

  1. Zoll geht gegen Schmuggel und Betrug mit Verbrauchsgütern vor
  2. Europäische Gewässer mit Chemikalien belastet
  3. Neuer Europäischen Qualifikationspass fürs Gastgewerbe
  4. EK fördert europaweit 19 Maßnahmen zur nachhaltigen Mobilität
  5. Umfrage: Allgemeine und berufliche Bildung bleiben hinter den Anforderungen
  6. Europäer kaufen wieder mehr Autos
  7. Österreich bei offenen Stellen auf Platz sechs
  8. Jährliche Inflationsrate im Euroraum auf 0,5% gesunken



Zoll geht gegen Schmuggel und Betrug mit Verbrauchsgütern vor

Einem am 16.6.2014 von der EK veröffentlichten Bericht zufolge haben die Zollbehörden der EU im Jahr 2013 innerhalb von zehn Monaten rund 816 Mio. Zigaretten und 240.000 Liter Alkohol beschlagnahmt. Von März bis Dezember 2013 stiegen die Beschlagnahmen von geschmuggeltem Tabak, die im gemeinsamen System für das Risikomanagement bei Zollkontrollen gemeldet wurden, um 105 % gegenüber demselben Zeitraum 2012 an. Etwa ein Drittel der beschlagnahmten Menge stammte aus Ländern, auf die die Operation speziell ausgerichtet war, namentlich Russland, Ukraine, Belarus, Bosnien-Herzegowina und Serbien. Die Hälfte des beschlagnahmten Tabaks kam auf dem Seeweg aus Asien, dem Nahen Osten und Nordafrika, die Herkunft der übrigen 10 % war unbekannt.

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Europäische Gewässer mit Chemikalien belastet

Chemische Substanzen belasten die Gewässer Europas stärker als gedacht. Die von den EU-Mitgliedsstaaten bis 2015 angepeilte Verbesserung der Wasserqualität werde daher vermutlich nicht erreicht, schreiben Forscher in einer Studie, die am 16.6.2014 vorgestellt wurde. Die stärkste Belastung kommt von Pestiziden. In bedenklichen Konzentrationen gefunden wurden auch organische Zinnverbindungen, bromierte Flammschutzmittel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die aus Verbrennungsprozessen stammen. Die Wissenschaftler analysierten Daten zu 223 Chemikalien aus den Einzugsgebieten von 91 Flüssen, darunter die Donau und der Rhein. Die Angaben stammten von mehr als 4.000 Messstellen. Die chemische Belastung stellt - so das Ergebnis - für rund die Hälfte der Gewässer ein ökologisches Risiko dar. Bei rund 15 Prozent könnten sogar akut toxische Effekte auf Gewässerorganismen auftreten.

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Vereinfachung der Rekrutierung im Gastgewerbe durch neuen Europäischen Qualifikationspass

Die EK hat am 17.6.2014 den Qualifikationspass für das Gastgewerbe eingeführt, der entwickelt wurde, um den Kontakt zwischen Arbeitsuchenden und Arbeitgebern im Gastgewerbe und im Tourismusbereich in Europa zu erleichtern. Mit dem Qualifikationspass können Arbeitnehmer und Arbeitgeber Sprachbarrieren überwinden und die Qualifikationen der Arbeitnehmer im Gastgewerbe vergleichen, was die Rekrutierung in der Branche erleichtern wird. Der Qualifikationspass steht auf dem Europäischen Portal zur beruflichen Mobilität EURES in allen EU-Amtssprachen zur Verfügung. Ein solcher Pass wird in Zukunft auch für andere Branchen eingeführt.

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EK fördert europaweit 19 Maßnahmen zur nachhaltigen Mobilität

Die EK hat am 17.6.2014 bekannt gegeben, dass 19 Maßnahmen im Rahmen der Kampagne für den nachhaltigen Stadtverkehr „Do the Right Mix" Fördermittel erhalten werden. Die Maßnahmen, mit denen ein umweltfreundlicherer und nachhaltigerer Stadtverkehr - etwa durch Wettbewerbe und Bildungsaktivitäten - gefördert werden soll, werden jeweils mit bis zu 7000 EUR unterstützt. Dieses Jahr hatten die Aktivitäten das Ziel, die Öffentlichkeit, unterstützt durch mobile Apps und soziale Medien, zum Umdenken bei der Wahl der Verkehrsmittel zu bewegen. Auch ein österreichisches Projekt wird unterstützt: Climate Miles 2014 - Wege für ein besseres Klima vom Klimabündnis Österreich.

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Umfrage: Allgemeine und berufliche Bildung bleiben hinter den Anforderungen

Eine neue Eurobarometer-Umfrage zum „Europäischen Raum der Kompetenzen und Qualifikationen" zeigt, dass 23 % der EU-Bürgerinnen und -Bürger der Meinung sind dass ihre Ausbildung ihnen nicht die Kompetenzen vermittelt hat, die notwendig wären, um einen Arbeitsplatz zu finden, der ihren Qualifikationen entspricht. Während über die Hälfte der Befragten (56 %) der Meinung ist, dass ihre Qualifikationen in anderen Mitgliedstaaten anerkannt würden, geben 6 % an, sie hätten versucht, in einem anderen Mitgliedstaat zu arbeiten oder zu studieren, dies sei aber daran gescheitert, dass der potenzielle Arbeitgeber bzw. die ins Auge gefasste Bildungseinrichtung ihre Qualifikation nicht anerkannt habe oder dass sie keine ausreichenden Informationen über die Anerkennung ihrer Qualifikation im Ausland hatten.

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Europäer kaufen wieder mehr Autos

Nach der herben Flaute vor einem Jahr sind Europas Automärkte weiter auf Erholungskurs. Im Mai legten die Neuzulassungen in der EU den neunten Monat in Folge zu, wie der Branchenverband Acea am 16.6.2014 in Brüssel mitteilte. 1,09 Millionen Neuwagen bedeuteten ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit Jahresbeginn wurden in der EU insgesamt 5,43 Millionen Autos verkauft und damit 6,9 Prozent mehr als in den ersten fünf Monaten 2013. Die größten drei Hersteller VW, PSA und Renault legten jeweils deutlich zu. Der viertgrößte Hersteller, die Opel-Mutter General Motors, kam vor allem wegen des schlecht laufenden Geschäfts seiner Marke Chevrolet über eine Stagnation nicht hinaus.

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Österreich bei offenen Stellen auf Platz sechs

Eurostat veröffentlichte am 17.6. 2014 zum ersten Mal eine Pressemitteilung mit vierteljährlichen Daten zur Quote der offenen Stellen. Im EU-Vergleich steht Österreich bei der Quote der offenen Stellen gut da. Rund 1,7 Prozent der Arbeitsplätze sind noch zu vergeben. Österreich liegt damit unter den 28 EU-Staaten an sechster Stelle. Im Schnitt liegt die Quote der offenen Stellen an der Gesamtzahl der Arbeitsplätze in der EU bei 1,6 Prozent. Die größte Quote an offenen Stellen gibt es laut den nicht saisonal bereinigten Zahlen in Deutschland (2,9 Prozent), Großbritannien (2,1 Prozent) und Belgien (2,0 Prozent). Die niedrigsten Quoten verzeichneten im Frühjahr Zypern (0,2 Prozent), Polen (0,4 Prozent im vierten Quartal 2013) und Lettland (0,5 Prozent).

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Jährliche Inflationsrate im Euroraum auf 0,5% gesunken

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Mai 2014 bei 0,5%, gegenüber 0,7% im April. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,4% betragen. Die monatliche Inflationsrate betrug -0,1% im Mai 2014. Die jährliche Inflationsrate der EU lag im Mai 2014 bei 0,6%, gegenüber 0,8% im April. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,6% betragen. Die monatliche Inflationsrate betrug -0,1% im Mai 2014. Diese Daten wurden von Eurostat am 16.6.2014 veröffentlicht. Im Mai 2014 wurden negative jährliche Raten in Griechenland (-2,1%), Bulgarien (-1,8%), Portugal (-0,3%) und Zypern (-0,1%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Österreich (1,5%), Luxemburg (1,4%) und Rumänien (1,3%) verzeichnet.

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Jährliches Wachstum der Arbeitskosten im Euroraum auf 0,9% abgeschwächt

Die Arbeitskosten pro Stunde sind im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal im Euroraum um 0,9% und in der EU28 um 1,2% gestiegen. Im vierten Quartal 2013 hatten die Arbeitskosten pro Stunde im Euroraum um 1,6% und in der EU28 um 1,4% zugenommen. Diese Daten wurden von Eurostat am 17.6.2014 veröffentlicht. Von den Mitgliedstaaten, für die Daten für das erste Quartal 2014 vorliegen, verzeichneten Lettland (+7,0%), Estland (+6,8%), Rumänien (+5,3%) und Polen (+4,2%) die höchsten jährlichen Anstiege der Arbeitskosten pro Stunde für die gesamte Wirtschaft. Rückgänge wurden in Zypern (-6,9%), Kroatien (-1,7%), Irland (-0,2%) und Italien (-0,1%) verzeichnet.

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