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LH Voves: Entwicklungszusammenarbeit als Chance für Gerechtigkeit und Sozialen Ausgleich

Im Wortlaut

Landeshauptmann Mag. Franz Voves mit dem Leiter der für Entwicklungszusammenarbeit verantwortlichen Fachabteilung 1E, HR Mag. Ludwig Rader, und dem langjährigen Beirats-Vorsitzenden HR Dr. Ernst Burger (v.l.n.r.) 
Landeshauptmann Mag. Franz Voves mit dem Leiter der für Entwicklungszusammenarbeit verantwortlichen Fachabteilung 1E, HR Mag. Ludwig Rader, und dem langjährigen Beirats-Vorsitzenden HR Dr. Ernst Burger (v.l.n.r.)
Landesrat a.D. Dipl.Ing Hermann Schaller erhielt zur Würdigung seines großen Engagements in der Entwicklungszusammenarbeit einen "Fairtrade-Geschenkkorb" überreicht. 
Landesrat a.D. Dipl.Ing Hermann Schaller erhielt zur Würdigung seines großen Engagements in der Entwicklungszusammenarbeit einen "Fairtrade-Geschenkkorb" überreicht.

Es ist mir eine große Freude Sie heute hier bei der konstituierenden Sitzung des Beirates für Entwicklungszusammenarbeit begrüßen zu dürfen. Diese Sitzung ist insofern eine Spezielle, da der Beirat heuer sein 25-jähriges Bestehen feierte. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um einige grundsätzliche Gedanken zu formulieren.

 

Die Welt in der wir leben, ist geprägt durch einen Begriff: Globalisierung. Hinter diesem Begriff verbirgt sich mehr, als die meisten Menschen auf den ersten Blick erkennen. Zuerst steckt im Wort Globalisierung die weltweite Vernetzung der Wirtschaft, die von vielen per se als Garant für weltweiten Wohlstand gesehen wird. Leider ist dies nur eine Seite der Medaille.

 

Mit der Globalisierung gehen auch negative Effekte einher, wie die Zerstörung der Umwelt und soziale Ungerechtigkeit. Ein Weg, diesen negativen Auswirkungen entgegenzusteuern ist sicherlich die Entwicklungszusammenarbeit. In diesem Bereich schlägt sich schon im Namen eine Bewusstseinsänderung nieder. Aus der ursprünglichen Entwicklungshilfe, die eher den Aspekt der Hilfe eines Stärkeren für einen Schwächeren impliziert, ist der Begriff der Entwicklungszusammenarbeit getreten. Für mich steckt darin die Kooperation gleichberechtigter Partner mit dem gemeinsamen Ziel etwas weiterzubringen.

 

Das Land Steiermark trägt zu meiner Freude einen Teil zu dieser Entwicklung bei und bedient sich dabei seit nun 25 Jahren der Expertise und des Engagements all jener, die im Beirat tätig sind. Dafür möchte ich all jenen in meinem Namen und im Namen des Landes Steiermark Dank und Anerkennung aussprechen.

 

Leider ist es so, dass die Steiermark Österreichweit nicht gerade unter den Spitzenreitern bei der Entwicklungszusammenarbeit zu finden ist. Es ist mir daher ein großes Anliegen, in diesem Bereich dazu beizutragen, dass die Steiermark am Ende dieser Legislaturperiode nicht mehr im unteren sondern im oberen Mittelfeld zu finden ist. Dazu möchte ich auch im Budget 2006 meinen Beitrag leisten und trotz der allgemeinen Sparnotwendigkeit die Mittel des Beirates um 10% erhöhen.

 

Weiters ist es mir ein großes Anliegen, die Entwicklungszusammenarbeit und die Idee des fairen Handels stärker im Bewusstsein der Steirerinnen und Steirer zu verankern. Dazu soll die Öffentlichkeit jährlich durch einen EZA-Bericht des Landes über die Tätigkeiten in diesem Bereich informiert werden und im Rahmen eines jährlich stattfindenden Fair-Trade-Tages auch die Gelegenheit bekommen, sich von der Qualität dieser Produkte zu überzeugen.

 

Nun ist es mir ein Anliegen, zwei Personen die sich sehr um den EZABeirat verdient gemacht haben, stellvertretend für all jene die sicherlich mit gleichem Engagement immer bei der Sache waren, hervorzuheben. Es sind dies Herr Landesrat a.D. DI Hermann Schaller und Herr Wirklicher Hofrat Dr. Ernst Burger.

 

Herr Landesrat a.D. DI Hermann Schaller hat sich neben seinen beruflichen Verpflichtungen sehr intensiv auch um die Osteuropahilfe und die Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt. So war er beispielsweise von 1987 — 1998 Obmann der „Solidarität für Lateinamerika“ und ist seither deren Finanzreferent.

 

Den Beirat für Entwicklungszusammenarbeit trat Hermann Schaller 1991 bei und bereicherte diesen durch sein enormes Fachwissen und seine große praktische Erfahrung durch zwei Perioden. Die besondere Region, um die sich Hermann Schaller bemüht, ist jene von Mittelamerika. in dieser Region hält er sich zur Betreuung von Projekten durchschnittlich ein bis zwei Mal im Jahr auf und dabei gilt Guatemala im Besonderen sein Augenmerk. Ich möchte Ihnen Herr Landesrat in meinem Namen und im Namen der Steiermärkischen Landesregierung für Ihr Engagement danken und darf Ihnen als kleines Zeichen der Anerkennung diesen Fair-Trade-Geschenkskorb überreichen.

 

Herr wirklicher Hofrat Dr. Ernst Burger trat schon Anfang der 70er Jahre in den Landesdienst ein und sein Karriereweg führte ihn über verschiedene Wege auch dienstlich zur Entwicklungszusammenarbeit und zwar leitete er bis 2001 das Referat für Entwicklungszusammenarbeit. Seit 1988 ist er der — immer wieder Gewählte, Vorsitzende des Beirates für Entwicklungszusammenarbeit. Unter seinem Vorsitz hat der Beirat großartige Arbeit geleistet und damit hoffentlich vielen Menschen das Leben lebenswerter gemacht. Dafür möchte ich auch Ihnen Herr Hofrat in meinem Namen und im Namen des Landes Steiermark Dank und Anerkennung aussprechen und auch ihnen als kleines Dankeschön einen Fair-Trade-Geschenkskorb überreichen.

 

Namentlich bedanken möchte ich mich auch noch bei den folgenden Personen, die den Beirat in dieser Periode nicht mehr zu Verfügung stehen, und zwar sind dies: Herr DI Dr. Günther Getzinger, Herr Landtagsabgeordneten DI Heinz Grabner, Frau Landtagsabgeordnete Verena Graf und Herrn Magister Walter Plankenpichler.

 

Ich wünsche Ihnen allen eine gedeihliche Arbeit und Hoffe, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen können, ein wenig mehr Gerechtigkeit und sozialen Ausgleich in der Welt zu erreichen.

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