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Business-Forum Serbien 06

WK-Präsident Peter Mühlbacher mit seinem serbischen Kollegen Slobodan Milosavlijević, dem Ministerpräsidenten der Vojvodina, Bojan Pajtić und ICS-Geschäftsführer Demitrius Simitis 
WK-Präsident Peter Mühlbacher mit seinem serbischen Kollegen Slobodan Milosavlijević, dem Ministerpräsidenten der Vojvodina, Bojan Pajtić und ICS-Geschäftsführer Demitrius Simitis

Am 9. März eröffnete der Präsident der Republik Serbien, Boris Tadić, in der Wirtschaftskammer das vom Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) organisierte "BUSINESS FORUM Serbien 06", an dem knapp 30 Firmen aus Serbien und aus der Steiermark teilnahmen. Zwischen dem Land Steiermark und Serbiens Autonomer Provinz Vojvodina besteht seit dem Jahr 2003 eine Wirtschaftspartnerschaft. Bisheriger Höhepunkt dieser Kooperation stellte die Eröffnung des Business-Center in Novi Sad durch Landesrat Buchmann im vergangenen November dar.

Bei der Eröffnung unterstrichen sowohl Präsident Boris Tadić wie auch der Präsident der serbischen Wirtschaftskammer, Slobodan Milosavlijević und der Ministerpräsident der Vojvodina, Bojan Pajtić die Bedeutung der österreichischen Investitionstätigkeiten in ihrem Land. Diese sei nicht nur in ökonomischer Hinsicht ein Gewinn für Serbien, sondern auch im Zusammenhang mit der Annäherung des Landes an die Europäische Union. Bisher haben sich über 180 österreichische Firmen in Serbien niedergelassen und zusammen mehr als eine Milliarde Euro investiert. Österreich führt damit das Ranking der Auslandsinvestitionen vor Slowenien und USA an.

In einer Pressekonferenz, zu der Wirtschaftskammerpräsident Peter Mühlbacher und der Geschäftsführer des Internationsalisierungscenters Steiermark, Demetrius Simitis, geladen hatten, hoben die serbischen Gäste vor allem den voranschreitende Privatisierungsprozess im Land hervor. Angesichts der geographischen Nähe biete sich gerade für die Steiermark eine optimale Gelegenheit, die wirtschaftlichen Beziehungen sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht noch weiter zu intensivieren.

„Wir haben mit 10 Prozent die niedrigste Kapitalertragssteuer, ein Freihandelsabkommen mit Russland, keine Handelsbarrieren mit den Westbalkan-Ländern und ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von jährlich rund sechs Prozent“, warb der Regierungs-Chef der Vojvodina, Pajtic um Investoren. Speziell die sechs Freihandelszonen könnten, so fügte der serbische Wirtschaftskammerpräsident Milosavlijević hinzu, als "Mekka für österreichische Investoren" dienen.

Der steirische Wirtschaftskammerpräsident, Peter Mühlbacher zog als Gastgeber diese Ansicht einen Vergleich zur Steiermark: "Was Vojvodina in Serbien, das ist die Steiermark in Österreich – eine Konjunkturlokomotive". Unter diesem Gesichtspunkt ist eine Ausweitung des so genannten RIST-Programmes (Regionale Internationalisierung Steiermark), geplant, erklärte Simitis. Das ICS biete dazu als steirische Service-Einrichtung umfassende Unterstützung.

Mühlbacher sprach die Standards der Rechtssicherheit in wettbewerblicher, sozialer und ökologischer Hinsicht an. „Als Indikator dafür, dass sich Serbien diesbezüglich auf dem richtigen Weg befinde, können wir das umfangreiche Engagement österreichischer Geld- und Kreditinstitute im Land sehen“, sagte er.

Wichtig, so Mühlbacher abschließend, sei zudem, zu erkennen, dass "Wirtschaft keine Einbahnstraße" ist, denn "nur ein gemeinsames Europa – egal ob innerhalb der Europäischen Union oder geografisch gesehen – kann gegen Asien und die USA wettbewerbsfähig sein".

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