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Verheugen-Angebot: "Steiermark als EU-Musterregion" für Klein- und Mittelbetriebe

Vizepräsident Verheugen und Landeshauptmann Voves beim Presse-Statement nach ihrem Gespräch: Die Steiermark als EU-Musterregion für kleine und mittlere Unternehmen? 
Vizepräsident Verheugen und Landeshauptmann Voves beim Presse-Statement nach ihrem Gespräch: Die Steiermark als EU-Musterregion für kleine und mittlere Unternehmen?

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Günter Verheugen, stattete Landeshauptmann Franz Voves heute in der Grazer Burg einen Besuch ab. Dabei hat der EU-Spitzenrepräsentant LH Voves angeboten, dass die Steiermark eine Musterregion für eine neue europäische KMU-Politik werden könnte. Zuvor hatte sich Verheugen in einer Diskussion in einem gedrängt vollen Hörsaal an der TU-Graz den durchaus kritischen Fragen der steirischen Öffentlichkeit gestellt.

In dem Gespräch in der Grazer Burg ging es am Rande des EU-Minister-Treffens um die wirtschaftspolitischen Vorhaben der Europäischen Union in Sachen Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Die EU-weit mehr als 23 Millionen KMUs stellen mit 75 Millionen Arbeitsplätze rund 99 % des gesamten Unternehmensbestandes.

Grund genug für Verheugen, eine europaweite KMU-Offensive anzukündigen: "Die Belastungen, die durch europäische und nationale Vorschriften auf den Wirtschaftsbetrieben lasten, sollen um 25 Prozent gesenkt und Regelungen durchforstet werden", kündigte Vizepräsident Günter Verheugen an. Gleichzeitig versprach er deutliche Erleichterungen bei er nationalen KMU-Förderung: So soll die so genannte "De Minimis-Regelung", also die Bagatellgrenze für Wirtschaftsförderungen der Mitgliedsländer, stark erhöht werden. 

Die EU-Kommission stellte dazu bereits im Vorjahr ihr Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (2007 - 2013) vor, das mit einem Budget von EU-weit 3,3 Mrd. Euro ausgestattet ist.

Spontan bot Verheugen darüber hinaus an, dass die Steiermark eine Musterregion für eine neue europäische KMU-Politik werden könnte. Landeshauptmann Franz Voves zeigte sich ob dieser Aussagen höchst erfreut: "Die steirischen Klein- und Mittelunternehmen sind das Rückgrat auch der steirischen Wirtschaft. Mehr als 70 Prozent der ArbeitnehmerInnen sind in KMUs beschäftigt. Es ist ein positives Signal seitens der EU, dass man sich verstärkt dieser Unternehmen annimmt. Nun gilt es, für die Steiermark die Chancen bestmöglich zu nutzen."

Bezüglich des Verheugen-Angebotes in Sachen KMU-Musterregion betonte Voves, dass er in diesem Zusammenhang sofort mit der Wirtschaftskammer Kontakt aufnehmen werde. Außerdem wird der Landeshauptmann mit Verheugen demnächst einen weiteren Termin fixieren. Im Anschluss an das Gespräch überreichte Voves dem EU-Spitzenrepräsentanten Steirisches Kernöl und Steirischen Wein.

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