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Visa-Hürden bei der Suche nach Europas Identität

Internationale Sommeruniversität im steirischen Schloss Seggauberg

80 Studenten aus 25 Ländern nehmen an der Internationalen Sommeruniversität im steirischen Schloss Seggauberg teil 
80 Studenten aus 25 Ländern nehmen an der Internationalen Sommeruniversität im steirischen Schloss Seggauberg teil

Schon mit dem unkonventionellen Ablauf der Vorträge und Diskussionen werden die 80 Studenten an der “International Summer School“ im steirischen Bildungshaus Schloss Seggau dem Titel der 7. Sommeruniversität gerecht, die dort in der ersten Septemberhälfte stattfindet: „Woraus besteht die Europäische Identität – Politik, Gesellschaft, Religionen“ lautet das Thema, in dem Wissenschaftler ihre Erkenntnisse und Ansichten schildern. Die Europäische Praxis erlebten die Studenten aus 25 verschiedenen Ländern aber bei einer Exkursion in die nur eineinhalb Fahrstunden entfernte slowenische Hauptstadt Laibach: Trotz intensiver diplomatischer Bemühungen konnten einige Teilnehmer die Grenze nicht passieren, da ihnen das erforderliche Visum fehlte. Es blieb ein Ausflug in die steirische Landeshauptstadt Graz.

Aus Albanien, Armenien, Bosnien, Malta, Montenegro bis zur Türkei und den USA waren am 2. September die Teilnehmer zu dieser “International Summer School“ gekommen, die in Seggauberg im südsteirischen Weinland von der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft „Comece“, der Karl-Franzens Universität Graz, der Diözese Graz-Seckau und inhaltlich und finanziell auch unterstützt vom Land Steiermark und mit dem EuropeDirect-Netzwerk Steiermark stattfindet. Der Hauptreferent am Beginn der Tagung war Prof. Dr. Thomas Meyer, von der Universität Dortmund. Die Dimensionen der kulturellen und politischen Identität standen im Mittelpunkt seiner Ausführungen.

In der zweiten Woche beschäftigte sich der Journalist Norbert Mappes-Niedieck mit dem Themenbereich der Politisierung der Unterschiede am Beispiel Jugoslawiens. Dann stellte Dr. Friedhelm Frischenschlager die Frage nach der Demokratisierbarkeit der Europäischen Union. Alle Vorträge werden von den Studierenden moderiert. Nach den Hauptreferaten arbeiten die Studierenden an den Nachmittagen in 5 Modulen. Von allen Professoren, die die Arbeitsgruppen leiten, wird die hohe Qualität der Diskussion hervorgehoben, sowie die Begeisterung der jungen Menschen, sich auf die Argumente der anderen einzulassen. Denn es treffen viele unterschiedliche Kulturen und politische Gedankenwelten aufeinander. Die Studierenden selbst sehen in diesem Kennen lernen eine Chance, vorgefasste Meinungen zu revidieren.

Neben den inhaltlichen Schwerpunkten standen auch Besuche der Umgebung am Programm – wie etwa die Fahrt nach Laibach, wo die Gruppe in der österreichischen Botschaft besonders herzlich begrüßt wurde.

Noch bis Ende dieser Woche steht Seggauberg ganz im Zeichen dieser intensiven Diskussion um die Zukunft Europas. Bischof Dr. Egon Kapellari, der Vorsitzende der Europäischen Bischofkonferenz Noell Treanor, sowie Vertreter des Landes Steiermark und der Karl-Franzen- Universität werden die Teilnahmezertifikate verleihen, denn diese Sommeruniversität bringt den Teilnehmern auch wichtige europaweit geltenden ECTS- Punkte, die auf das Studium anrechenbar sind.

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