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Steirische Europa-Preisträger in Brüssel

Stefan Verderber in der Murtaler-Zeitung:  
Stefan Verderber in der Murtaler-Zeitung:

Die Sieger des Schreib-Wettbewerbs "Hau' in die Tasten" und des ersten sterischen EU-Rap-Contests lösten am vergangenen Wochenende ihre Gewinne ein: Eine Reise nach Brüssel mit interessanten Programm-Punkten wie dem Besuch des Europa-Parlaments - organisiert vom EuropeDirect Informationsnetzwerk Steiermark und vom steirischen Externe Verknüpfung Landesjugendreferat.

Anna Hatz, 17, Hak-Schülerin aus Eppenstein im Bezirk Judenburg, hatte im Frühjahr in die Tasten gehaut und den besten Text geschrieben. Florian Huber, 21, war als "MC Suspect" beim EUropaGEMeinde-Rapcontest angetreten und hatte - quasi "hip hop" - alle Konkurrenten überholt, um als besten "EU-Rapper der Steiermark" ein Ticket zu bekommen. Begleitet von Jung-Reporter Stefan Verderber von der Externe Verknüpfung Murtaler Zeitung verbrachten sie drei Tage in der EU-Hauptstadt.

Das Programm war dicht gedrängt. Freitag, 8. Dezember - in Österreich eigentlich Feiertag - ging es gleich pünktlich um 8.00 los. Ein Hintergrund-Talk mit EU-Korrespondent Michael Jungwirth in einem Café direkt neben dem "Berlaymont", also dem Sitz der Externe Verknüpfung EU-Kommission, die als "EU-Regierung" mit Präsident José Manuel Barroso auch je einen Kommissar aus allen EU-Staaten umfasst. Jungwirth, seit nunmehr zwölf Jahren in Brüssel, kennt das Parkett wie seine Westentasche und weiß genau, wie, wo und wann er seine Informationen für die Stories aus Brüssel erhält. Kurz vor neun Uhr muss er aufbrechen - zu einem Presse-Briefing in der "Vertretung" - also der "Botschaft" der Republik Österreich - sie ist nur eine Gasse weiter.

So übernehmen zwei Mitarbeiterinnen des "Steiermark-Büro Brüssel" die kleine Gruppe. "Wir sind Belgier und haben heute keinen Feiertag", erklärt Heidi Dehaes, die schon mir ihren perfekten Sprachkenntnissen verblüfft: Als Flämin spricht sie daheim Niederländisch, beim Einkaufen Französisch, im Büro mit den Kollegen Deutsch und am Telefon mit anderen EU-Stellen oft Englisch. Und - wie man am Weg in das Brüsseler Stadtzentrum merkt - in den elf Jahren Tätigkeit für das Land Steiermark hat sie auch schon ein "bisserl Steirisch" gelernt.

Am "Grand Place" in der City: das obligate Gruppenfoto vor dem prächtigen Brüsseler Rathaus. Das Regenwetter kann die gute Stimmung nicht trüben - es geht durch die engen Innenstadt-Gassen zur prächtigen Einkaufspassage und zu speziellen EU-Shops, wo man sogar EU-Fahnen schwingende Weihnachtsmänner finden kann, bevor der nächste Termin am Programm steht: Der Besuch im Parlament.

Dort warten schon die beiden Assistentinnen des steirischen "MEP" (=Mitglied des Externe Verknüpfung Europäischen Parlaments) Reinhard Rack, um nicht nur die Aufgaben dieses Hauses zu schildern, sondern auch in der Kantine zum Mittagessen einzuladen, bevor die Spezialführung durch das Gebäude erfolgt.

Diese junge Steirer-Delegation kommt an Orte, die anderen Besuchergruppen meist verschlossen bleiben. Florian Huber nützt dies aus und erklimmt gleich einen Präsidenten-Sessel, um die Anwesenden zur Ordnung zu rufen. Freilich, diesmal sind es nicht die 732 Europa-Abgeordneten, die die 457 Millionen EU-Bürger vertreten, sondern "nur" die Gäste aus der Steiermark. Aber: Vielleicht will der Rapper umsatteln und zum Politiker werden - im Jahr 2009 finden ja wieder Wahlen statt! Oder ist dieser Gedanke "Suspect"?

Naja, am Samstag bleibt Zeit für das Rahmenprogramm: Besuch im Atomium, dem Wahrzeichen Brüssels, sowie natürlich auch das Erforschen der Jugendszene in der EU-Hauptstadt. "Großartig, richtig international" - so lautet der Kurzkommentar am Sonntag bei der Rückkehr in der Steiermark. Und: Alle sind sich einig: Das muss wiederholt werden!

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