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Weiter russisches Interesse für "Autoland Steiemark"

Vizegouverneur Vladimir Potemkin wurde in Grazer Landhaus von Landtagspräsident Siegfried Schrittwieser begrüßt. 
Vizegouverneur Vladimir Potemkin wurde in Grazer Landhaus von Landtagspräsident Siegfried Schrittwieser begrüßt.

Der Vizegouverneur der Region russischen Region Kaluga, Vladimir Potemkin, besuchte das "Autoland Steiermark". Anlass: In Kaluga wird derzeit von Volkswagen eine Autofabrik errichtet, wo ab 2009 jährlich rund 115.000 Fahrzeuge (Skoda und ein neues Stufenheck-Modell des Polo) vom Band laufen sollen. Da auch Renault in der Nähe ein Werk baut, ergeben sich dort Chancen für den steirischen "Auto-Cluster", mit dem Kontaktgespräche auf dem Besuchsprogramm standen.

Die Oblast Kaluga (russisch Калужская область/ Kaluschskaja oblast) ist eine Region mit rund 1,1 Millionen Einwohnern im westlichen Russland, rund 150 südwestlich von Moskau. Wegen ihrer Naturschutzgebiete, Wäldern und zahlreichen Seen ist sie ein einerseits ein beliebtes Erholungsgebiet. Andererseits spielen spielen die Holzindustrie, der Braunkohlebergbau, der Maschinenbau und künftig auch die Automobilindustrie eine wichtige Rolle. Die Kapazität des neuen VW-Werkes entspricht rund 10% der gegenwärtigen russischen Inlands-Produktion.

Wettrennen um die Rolle als „Detroit von Russland“

Nach der Region St. Petersburg, wo sich vor allem japanische Marken niedergelassen hatten, und der „Wolga-Region > 500 km südöstlich von Moskau hat sich jetzt nun auch Kaluga in das Wettrennen um eine Rolle als „Detroit von Russland“ eingemischt. Durch die Ansiedelung von VW und auch von Renault (in der Nähe von Moskau) hat es große Chancen auf Nachfolge-Investitionen von Zulieferbetrieben nach dem Modell des „Autocluster Steiermark“ AC Styria.  

Die Automobilindustrie in Russland zählt im Produktionsbereich zu den Branchen mit den größten Wachstums-Erwartungen. Heute sind rund nur 15,5 % der Einwohner motorisiert (Österreich: 50,5 %). Die Inlands-Produktion (rund 1,2 Mio Stk. pro Jahr) kann mit heimischen Modellen die Nachfrage nur mehr zu 50 Prozent decken. Aus regionalwirtschaftlichen Gründen versuchen viele Regionen, die Ansiedelung von Autofabriken zu forcieren. Rund 8% der Nachfrage wurden zuletzt durch in Russland produzierte westliche Modelle abgedeckt. In Russland werden dzt. knapp 2 Mio. Kfz im Jahr verkauft (EU: 16 Mio).

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