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EuropeDirect-Informationsschwerpunkt in Bad Radkersburg, Leibnitz und Deutschlandsberg

+ Offene Grenzen im Raum für Freiheit, Sicherheit und Recht

Am Foto (von links): Max Wratschgo (Europäische Föderalistische Bewegung), Hofrat Ludwig Rader (Europa-Abteilung des Landes), Christa Hofmeister (Europajugend) und Karl-Georg Doutlik (Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich). 
Am Foto (von links): Max Wratschgo (Europäische Föderalistische Bewegung), Hofrat Ludwig Rader (Europa-Abteilung des Landes), Christa Hofmeister (Europajugend) und Karl-Georg Doutlik (Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich).

Gemeinsam mit den Bezirkshauptmannschaften Radkersburg, Leibnitz und Deutschlandsberg, die als Behörde für die Grenzsicherung verantwortlich waren und nun für die im Schengen-Raum vorgesehenen polizeilichen Sicherheitsmaßnahmen zuständig werden, veranstaltet EuropeDirect Steiermark einen Informationsschwerpunkt zum Thema „Europa und Schengen":

  • Informationsserie in Bezirks-Schulzentren mit Info-Veranstaltungen und einer folgenden Ausstellung „Europa und Schengen" (Eröffnung in Bad Radkersburg 10.12., Deutschlandsberg 11.12., Leibnitz 12.12. - Feldbach, Murska Sobota, Maribor und Ravne/Radlje folgen 2008)
  • Schengen-Sprechstunden und Informationsmaterial in den EuropeDirect-Info-Stellen der Bezirkshauptmannschaften im Grenzland (zu den Amtsstunden)

Die Informationsserie wird gemeinsam mit den slowenischen EuropeDirect Informationsstellen in Murska Sobota, Maribor und Ravne na Koroskem durchgeführt: Die slowenischen Partner werden - ebenfalls mit Schulklassen - zu den Eröffnungsveranstaltungen in die steirischen Bezirke anreisen, wo die SchülerInnen aus beiden Ländern einen Blick in die Zukunft werfen werden: Wie werden - nach der Demontage der Schlagbäume an den Schengen-Binnengrenzen - auch die „mentalen Grenzbalken" im gemeinsamen Europa verschwinden?

„Europa und Schengen": Eine steirische Vision von 1967 wird zur Realität
Der „Schengen Big Bang", wie die Abschaffung der Grenzkontrollen in neuen weiteren Staaten Europas ab 21. Dezember 2007 bezeichnet wird, ist die größte Erweiterung des gemeinsamen Raums für Freiheit, Sicherheit und Recht. Sie entspricht genau jenen Forderungen, für die in den „wilden 1960er-Jahren steirische Europa-Aktivisten auf die Straße gegangen sind: Mit Flugblättern forderten sie zu Pfingsten 1967 gleichzeitig an 51 Grenzstellen Österreichs ein „Europa ohne Schlagbaum". Einen ersten symbolhaften Erfolg konnten sie beim „Europafest" anlässlich der Eröffnung der neuen Murbrücke Bad Radkersburg - Gorna Radgona erreichen: Für einen Tag konnte man dort die Grenze nach Jugoslawien ohne Kontrollen überqueren.
Die Vision von damals wird nun zur Realität. Die Europäische Föderalistische Bewegung hat aus diesem Anlass eine Broschüre „Europa und Schengen" herausgegeben, die einen Rückblick auf die Meilensteine im Zusammenwachsen des gemeinsamen Europa gibt, die Details des „Schengener Prozesses" aufzeigt und auch mit einem Beitrag zum Theman „Migration" ein brisantes Thema aufzeigt. Die Broschüre kann - dank der Unterstützung verschiedener öffentlicher Institutionen - gratis verteilt werden.

Aus der Chronologie:
1951 Europa-Aktivisten fordern an der deutsch-französischen Grenze die Abschaffung der Grenzkontrollen - sie verbrennen einen Schlagbaum
1957 Unterzeichnung der „Römer Verträge" - Geburtsstunde einer EU mit sechs Mitgliedsstaaten
1967 Pfingst-Demonstrationen für ein „Europa ohne Schlagbaum" an 51 Grenzstellen in Österreich
1971 Europa-Fest auf der neu erbauten Murbrücke Bad Radkersburg
1991 Kämpfe der Jugoslawische Volksarmee und Slowenischer Territorialkräfte an der Grenze
1995 EU-Beitritt Österreichs
2004 EU-Beitritt Sloweniens
2007 Abschaffung der Grenzkontrollen ab 21.12.2007

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