EU-Projektergebnisse unter die (richtigen) Leute bringen
... was Adam und Eve mit E.N.T.E.R. zu tun haben ...


Graz (12.03.2010) - Es gibt ungezählte EU-Projekte in den unterschiedlichsten Bereichen. Die innovativen Ergebnisse könnten von weit mehr Personen, Institutionen und Gebietskörperschaften genutzt werden, wenn diese die Ergebnisse einer internationalen Konferenz in Graz nutzten, an der heute, Freitag, eine Hundertschaft von ProjektmanagerInnen aus 14 Staaten teilnahm. Bislang empfanden viele Projektmanager gerade die Verbreitung der Ergebnisse als Sisyphus-Arbeit, und so stand die Konferenz auch unter dem Motto "Giving Sisyphus a Hand - Challenge and Reality in EU Project Marketing" (Unterstützung für Sisyphus - Herausforderung und Wirklichkeit im EU-Projekt-Marketing).
Stefan Börger von der Fachabteilung Europa und Außenbeziehungen eröffnete die Konferenz und unterstrich die Zusammenarbeit mit dem "europe direct" Informationsnetzwerk, das in der Steiermark von seiner Fachabteilung betreut wird. "Wir haben Ziel und die Aufgabe, über alle Fragend der EU zu informieren", erklärte er. Karl Doutlik von der Generaldirektion Kommunikation der EU-Kommission in Brüssel verwies darauf, dass die Steiermark zu den Best-Practice-Beispielen europaweit zähle: "Hier im Saal befinden sich rund hundert Personen, und wenn wir das live ins Internet bringen, könnten wesentlich mehr teilnehmen", verwies Doutlik auf die Möglichkeit des "livestream", den die Europaabteilung der steirischen Landesregierung bei diversen Veranstaltungen sehr erfolgreich einsetzt.
"E.N.T.E.R." - das „European Network for Transfer and Exploitation of EU Project Results" wurde in Graz gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Verbreitung von innovativem Know how von EU-Projekten in Europa maßgeblich zu unterstützen und zu fördern, erläuterte Michael Schwaiger. Dafür werden unterschiedliche Serviceleistungen zur aktiven Verbreitung von Projektergebnissen und der direkte Austausch zwischen Netzwerkmitgliedern angeboten. Das Netzwerk ist offen für alle von der EU geförderten Programme und Projekte, betonte Schwaiger.
Verbreitung und Nutzung von Ergebnissen sind in den Ausschreibungen von zentraler Bedeutung in EU-Projekten und müssen von Projektmanagern und deren Teams beachtet werden. Es gibt zwar verschiedene Instrumente und Werkzeuge, aber wer ist schon MarketingexpertIn und weiß etwa, wie und wo man „Produktplatzierung" einsetzt? Mit dem heute in Graz präsentierten, von der Europäischen Kommission co-finanzierten Projekt namens C-E.N.T.E.R soll dies in einem dreijährigen Prozess erarbeitet werden.
ADAM und EVE machen Sisyphus das Leben leichter ...
Seitens der Österreichischen Raumordnungskonferenz verwies Karl Andrew Müllner auf bestehende tools wie "ADAM" und "EVE" - Datenbanken, die einerseits mit den neuesten Projektergebnissen "gefüttert" werden und so Nutzern weltweit zur Verfügung stehen.
C-E.N.T.E.R. will vor allem aktiv den Austausch von Informationen und Ergebnisse von EU-Projekten verbessern. Die meisten Netzwerkpartner kommen aus dem Bildungsbereich und haben die Aufgabe, neue Möglichkeiten zur Verbreitung von EU-Projektergebnissen auf Europäischer Ebene zu entwickeln und das Angebot von Verbreitungsinstrumenten zu vergrößern.
So sollen existierende Verbreitungsinstrumente (wie die erwähnten Datenbanken ADAM und EVE, aber auch andere, wie EST) beworben werden sowie neue Produkte und Portale des Europäischen Austauschs entwickelt werden. Neben der Erhebung des aktuellen Standes von Verbreitungsinstrumenten, von Methoden und Mechanismen, die derzeit europaweit von Projektteams genutzt werden und von der Europäischen Kommission und Nationalagenturen unterstützend angeboten werden, wird in Workshops zum Thema "Entwicklung und Organisation der Verbreitung" ein eigens Handbuch erarbeitet, ein Europäischen Magazins "European Mercury" erscheinen. Besonders gute Beispiele der Verbreitung werden ausgezeichnet werden.
Alle Projektergebnisse werden mit Leitfäden und Ratgebern entwickelt um die nachhaltige Nutzung in unterschiedlichen Ländern zu unterstützen. Alle Leistungen werden auch nach Projektende im Rahmen der E.N.T.E.R. Dienstleistungen angeboten. Eine qualitative Verbreitungsstrategie und das frühe Einbinden von Interessensgruppen werden den europäischen Mehrwert auf lange Sicht zusätzlich unterstützen.
Kontaktperson in der Steiermark:
Projekt-Koordinatorin Mag. Petra Kampf - petra.kampf@enter-network.eu
Projektwebseite
www.c.enter-network.eu







