Öffnet Startseite Europa Steiermark

Gemeinden zünden Partner-Turbo

Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer am "STAMP to Europe"-Workshop - wobei es durchaus "ein bisserl mehr" sein könnten. © EuropeDirect Steiermark
Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer am "STAMP to Europe"-Workshop - wobei es durchaus "ein bisserl mehr" sein könnten.
© EuropeDirect Steiermark
Dr.in Heidi Zikulnig (EuropeDirect Stmk), EU-Förder-Experte Dr. Georg Müllner und Mag. Michael Slama (Steirischer Städte- und Gemeindebund) begrüßten die Teilnehmer am Workshop. © EuropeDirect Steiermark
Dr.in Heidi Zikulnig (EuropeDirect Stmk), EU-Förder-Experte Dr. Georg Müllner und Mag. Michael Slama (Steirischer Städte- und Gemeindebund) begrüßten die Teilnehmer am Workshop.
© EuropeDirect Steiermark

Graz, 18. März 2011 - Ein knappes Dutzend Gemeinden will den "Partner-Turbo zünden" und das unter Mithilfe der Europäischen Union. "Schade aber, dass sich nicht mehr Gemeinden für dieses wichtige Seminar angemeldet haben" - das war der einhellige Tenor der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ersten Workshop des EU-finanzierten Projektes "STAMP to EUROPE", bei dem es darum geht, Repräsentanten steirischer Gemeinden ebenso wie Vertreter von Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern fit zu machen für die Lukrierung von EU-Mitteln, um Gemeindepartnerschaften zu festigen bzw. neu zu gründen.

Das zu 80 Prozent von der Europäischen Union finanzierte Projekt (Gesamtvolumen: 122.000 Euro) zielt darauf ab, die Möglichkeiten des EU-Programmes "Europa für Bürgerinnen und Bürger" den Verantwortungsträgerinnen und -trägern der Gemeinden schmackhaft zu machen. "Oft ist es ja so", dass man in der Tätigkeit für die Gemeinde nicht die Zeit findet, sich um die zahlreichen Möglichkeiten der EU-Programme zu kümmern", betonte Dr. Heidi Zikulnig von EuropeDirect Steiermark in ihrer Begrüßungsrede. Daher sei es wichtig und gut, dass sich eine ganze Reihe von Gemeinden angemeldet habe. Sie sei sehr zuversichtlich, dass es diesen Städten und Gemeinden in Hinkunft wesentlich besser gelingen würde, aus dem zitierten und auch aus anderen EU-Programmen zu profitieren.

Ein Teilnehmer sprach die Scheu so mancher Mandatare an, sich mit dieser EU-Thematik auseinander zu setzen. Ob es nun  ein "zu kompliziertes" Formular sei, oder schlicht und einfach die nicht abgeholte Information - es sei jedenfalls sehr bedauerlich, dass so manche Gemeindebürgerin bzw. so mancher Gemeindebürger nur deshalb nicht in den Genuss einer internationalen Kontaktmöglichkeit kommt, weil die gewählten Repräsentantinnen und Repräsentanten sich nicht der Mühe unterzogen hätten, diese notwendigen Formalitäten in Kauf zu nehmen.

Nun, Dr. Georg Müllner vom Verein Auxilium konnte in seiner gewohnt soliden und fachlich fundierten Vortragsweise denn auch die letzten Zweiflerinnen und Zweifler überzeugen. Nach Ende des Workshops gingen alle als überzeugte BotschafterInnen des EU-Programmes "Europa für Bürgerinnen und Bürger" in ihre Städte und Gemeinden zurück.

Welche Projekte werden gestartet?

STAMP to EUROPE bietet allen Gemeinden sogar die Möglichkeit, sich mittels eines "Flying office" vor Ort beraten zu lassen, um einen Antrag zur Mitfinanzierung eines Partnerschaftsprojektes zu stellen.

Die Stadt Graz wird die bestehenden 13 Partnerschaften mit den Schwesterstädten von Darmstadt bis Dubrovnik einem Relaunch unterziehen. Frau Dr. Maria Theresia Holub vom Referat für internationale Beziehungen deutete jedenfalls an, dass trotz der herrschenden Budgetenge daran gedacht sei, diese guten Kontakte weiterhin zu pflegen. Mag.a Herta Schweighofer, Lehrerin und Bezirkspolitikerin, sieht in diesem und in weiteren EU-Programmen auch die Chance zur persönlichen Weiterbildung.

Liebochs Bürgermeister Rudolf Aichbauer will im Herbst der Freundschaft mit der kroatischen Weinstadt Ilok neuen Drive verleihen, in Weiz überlegt man und in Knittelfeld denken GR Helga Pichler und Bürgermeister Sigi Schafarik daran, die partnerschaft mit der ungarischen Stadt Brác neu zu beleben: "Der Europagedanke kann wohl am besten gepflegt werden", ist Frau Pichler überzeugt, "wenn wir es schaffen, möglichst vielen Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Städte die Kontaktaufnahme mit anderen Ländern in der EU zu erleichtern und zu ermöglichen." Daher werde man auch daran gehen, mit dem Beitrittskandidaten Albanien eine Veranstaltung zu organisieren. 

NÄCHSTE CHANCE

Am 14. April besteht die nächste Möglichkeit für die steirischen Gemeinden, sich näher über dieses interessante Programm zu informieren.

Mehr Informationen über STAMP TO EUROPE
=> Externe Verknüpfung www.gemeindepartnerschaften.steiermark.at

JB

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).