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Europas Regionen "geben Biogas"

Diskussion im Steiermark-Büro Brüssel zeigt Strategien für Saubere Mobilität

Bis zum letzten Platz gefüllt, wenn es um "Saubere Mobilität" geht: Das Steiermark-Büro Brüssel © Steiermark-Büro Brüssel / Dekeyser
Bis zum letzten Platz gefüllt, wenn es um "Saubere Mobilität" geht: Das Steiermark-Büro Brüssel
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Landesrätin Elisabeth Grossmann begrüßte im Garten des Steiermark-Büro die Referenten: Xavier Garmendia, Ana Theresa Lehman, Ingjerd Schou, Jean-Yves Le Drian, Elisabeth Großmann, Claude Gewerc, ? , Anneli Hulthén, Patrick Lambert, Tomàs Villanueva © Steiermark-Büro Brüssel / Dekeyser
Landesrätin Elisabeth Grossmann begrüßte im Garten des Steiermark-Büro die Referenten: Xavier Garmendia, Ana Theresa Lehman, Ingjerd Schou, Jean-Yves Le Drian, Elisabeth Großmann, Claude Gewerc, ? , Anneli Hulthén, Patrick Lambert, Tomàs Villanueva
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Graz/Brüssel (12.10.2011) - Europas Regionen setzen sich äußerst ambitionierte Ziele, um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu schaffen und so eine "saubere Mobilität" schon vor dem Ziel zu erreichen, das EU-Verkehrskommissar Siim Kallas in einem heuer vorgestellten Weißbuch mit dem Jahr 2050 festgelegt hat. Dies zeigte eine hochrangig besetzte Diskussion im Steiermark-Büro Brüssel, wo Regierungsvertreter aus ganz Europa ihre Strategien vorstellten. Der Industrieminister des Baskenlandes, Garmendia Martinez, strebt an, dass bereits im Jahr 2020 zehn Prozent aller Neuwagen mit Elektro-Antrieb ausgeliefert wird, damit wir "2050 vom Öl unabhänig sind." Im schwedischen Göteborg (Västra Götaland) will Regierungs-Chefin Anneli Hulthen überhaupt "schon bis 2028 einen weitreichenden Umstieg auf Biogas geschafft haben", erklärte sie. Anlass für die Diskussion waren die diese Woche stattfindenden "OPEN DAYS 2011" der Europäischen Union, wo Landesrätin Elisabeth Grossmann in Vertretung von Europalandesrat Christian Buchmann die Steiermark repräsentierte.

200.000 neue Jobs bis zum Jahr 2020 

Das Thema „Erneuerbare Mobilität in der EU: Elektromobilität, Biogas und Biosprit" stieß auf derart reges Interesse, dass mehr als 80 interessierte Teilnehmer in das übervolle Steiermark-Büro Brüssel kamen. Im Impulsreferat erläuterte Laure Chapuis als Mitglied vom Kabinett von Siim Kallas (Vizepräsident der Europäischen Kommission) das Weißbuch "Verkehr 2050". Schätzungen der Europäischen Union gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 EU-weit mehr als 200.000 neue Jobs durch den forcierten Umstieg auf Saubere Mobilität geschaffen werden könnten.

Regionale Regierungsvertreter stellten dann Praxisbeispiele vor. Sie zeigten, dass europaweit eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaftssektoren - Stichworte Automotive und Energie - zur Tagesordnung gehören. Beispiele dazu sind die Region Bretagne, der nordfranzösischen Großraum Dünkirchen, die spanische Region Castilla y León, das Baskenland sowie die Region Nordportugal, die ihre jeweiligen Strategien und deren Umsetzungsstand beim Umstieg auf Elektrofahrzeuge vorstellten

Biogas als zunehmend attraktive Alternative
Das Thema Biogas und Biosprit wurde im zweiten Teil des Workshops behandelt. Hier gab Franck Dumeignil, Professor an der Universität Lille, den fachlichen Input zum aktuellen Stand der Biomasseforschung. Neben der Region Västra Götaland und der französischen Region Picardie stellte dabei auch eine Abgeordnete des norwegischen Parlaments die Ziele und Maßnahmen ihrer Regionen beim Einsatz von Biogas und Biosprit vor. An der abschließenden Diskussionsrunde beteiligte sich auch Peter Prenninger von der AVL List GmbH, der heute, Donnerstag, im Ausschuss der Regionen einen Vortrag zum Thema „Elektrofahrzeuge: Der Weg zum Erfolg - Beispiele für PPP" hält.

Um die verschiedenen Formen der erneuerbaren Mobilität voranzutreiben wird von politischer Seite eine Ökologisierung des Steuersystems gefordert. Dies sowie die Forderung nach einheitlichen Standards auf europäischer Ebene wurden im Rahmen des Workshops wiederholt thematisiert. Steuerrabatte für Saubere Mobilität sind aber europaweit Sache der Nationalstaaten.

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