7. Klasse der Grazer Ursulinen besuchte die Europa-Fachabteilung
Persönlicher Nutzen der EU an vielen Details erkennbar
Graz (16. März 2012) — Was bringt die Europäische Union für den Einzelnen? Eine 7. Klasse des Gymnasiums der Grazer Ursulinen ging dieser Frage nach und bekam sie im Zuge eines interaktiven Vortrages eines EuropeDirect-Teams beantwortet.
Schülerinnnen und Schüler der Grazer Ursulinen besuchten mit ihrer Lehrerin Mag.a Gudrun Feichter die EuropeDirect-Infostelle beim Grazer Burgtor, um über aktuelle Europafragen zu diskutieren. Dabei wurde die historische und aus Friedensgedanken erfolgte Entwicklung der Europäischen Union ebenso angeschnitten, wie auch die Institutionen und die Symbole der EU. Das Motto „In Vielfalt geeint" wurde erörtert als auch die Frage, warum genau am 9. Mai der Europatag gefeiert wird.
Beim Gesetzgebungsverfahren konnte nicht oft genug betont werden, welche Mitbestimmungsrechte jeder Einzelne bei der Rechtsetzung hat. Auch bei der Kompetenzverteilung zwischen der EU und den einzelnen Mitgliedstaaten wurde schnell klar, dass die EU nur aufgrund der begrenzten Einzelermächtigung durch die Mitgliedsländer tätig werden darf. Und gerade bei den Regelungsbereichen waren etliche Beispiele gefunden, wie die EU den Alltag jedes Einzelnen beeinflusst: Nicht nur Verbraucher- und Gesundheitsstandards bei Lebensmittel und anderen Verbrauchsartikeln legt die EU fest, auch Feinstaubgrenzen und Roaminggebühren beim Telefonieren im Ausland, um nur einige zu nennen.
Aber auch ein anderer – medial berühmt gewordener – Regelungsinhalt wurde den Jugendlichen vor Augen geführt: Der Krümmungsgrad der Gurke. Von der Öffentlichkeit als unsinnige Regelungswut der EU verteufelt, konnte rasch aufgezeigt werden, dass dies auf einen eigentlich logischen Wunsch der Bauern und der Transporteure zurückgeht: Gerade Gurken lassen sich wirtschaftlicher transportieren! Eine solche Norm bestand in Österreich lange vor der mittlerweile wieder zurückgenommen europarechtlichen Vorschreibung. Und bleibt auch so, weil es Sinn macht.
Es blieb fast nicht genug Zeit, um über alle spannenden EU-Themen zu diskutieren, aber alle wesentlichen Fragen der sehr gut vorbereiteten Jugendlichen konnten vom EuropeDirect-Team abschließend beantwortet werden.
Viktoria Moser


