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Europatag 2012 steht in der Steiermark ganz im Zeichen Kroatiens

v.l.: Klaus Schweighofer im Gespräch mit Christian Buchmann und Ivo Josipovic. © Frankl
v.l.: Klaus Schweighofer im Gespräch mit Christian Buchmann und Ivo Josipovic.
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Die voll besetzte Landstube während der Europakonferenz des Bundesrates. © Frankl
Die voll besetzte Landstube während der Europakonferenz des Bundesrates.
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Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.): Klaus Schweighofer, Christian Buchmann, Christa Neuper, Lojze Wieser. © Frankl
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.): Klaus Schweighofer, Christian Buchmann, Christa Neuper, Lojze Wieser.
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Graz, 9. Mai 2012 - Am 1. Juli 2013 wird Kroatiens als 28. Land der Europäischen Union beitreten. Kroatien stand daher bei der heutigen Europakonferenz, die der Bundesrat anlässlich des Europatages 2012 in Graz abhielt, im Mittelpunkt.


Auf Einladung von Bundesratspräsident Gregor Hammerl war neben EU-Regionalkommissar Johannes Hahn und Außenminister Michael Spindelegger auch der kroatische Staatspräsident Ivo Josipović nach Graz gekommen. „Die Steiermark hat sich in den letzten Jahrzehnten stets als Anwalt und Dolmetscher Sloweniens und Kroatiens auf ihrem Weg zur Demokratie, zur Souveränität und nach Europa verstanden. Die Steiermark am Schnittpunkt von vier großen europäischen Kulturkreisen - des deutschen, des slawischen, des romanischen und des pannonischen - hat sich immer als Brücke zu jenen Regionen im Südosten verstanden, die neuerdings wieder ins Zentrum und Herz Europas rücken, wo sie ihren Platz eigentlich immer hatten. Dies gilt ganz besonders für Kroatien mit seiner mehr als tausendjährigen Geschichte", so Hammerl in seinen Eröffnungsworten.

 

Fünf weitere Regionen für die EU 

LH-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer wies auf die Begründung der regionalen Außenpolitik durch Alt-LH Josef Krainer hin und merkte kritisch an, dass sich heute "alles um Soll und Haben und fast nichts um Sein und Sinn" drehe. Landeshauptmann Franz Voves formulierte das Ziel, dass „die Kontakte zwischen der Steiermark und Kroatien weiter vertieft" werden müssten.
Vizekanzler Michael Spindelegger hob das Naheverhältnis Österreichs zu Kroatien hervor: „Ich habe begonnen, mit Slowenien und Kroatien eine Troika zu bilden. Um die Menschen wieder stärker für die EU zu begeistern, sind auch auf nationaler Ebene verstärkte Anstrengungen nötig. EU-Kommissar Hahn rechnete vor, dass durch den EU-Beitritt Kroatiens zu den 271 fünf weitere europäische Regionen dazukämen und wies darauf hin, dass die Mittel aus der Regionalförderung für viele Länder eine "ökonomische Hauptschlagader" seien. „Im Voranschlag für den nächsten EU-Haushalt sind 30 Prozent mehr für regionale Zusammenarbeit eingeplant", so Hahn.

 

Kroatien als steirischer Heimmarkt 

Den Abschluss des Festaktes bildete eine hochkarätige Diskussionsrunde mit Europalandesrat Christian Buchmann, der Rektorin der Karl-Franzens-Universität Christa Neuper, Styria-Vorstand Klaus Schweighofer und Verleger Lojze Wieser. „Kroatien ist ein erweiterter Heimmarkt für die steirische Wirtschaft und viele Arbeitsplätze in der Steiermark hängen direkt mit der Kooperation mit Kroatien zusammen. Deshalb liegt der Schwerpunkt der Arbeit im Europaressort heuer auf Kroatien. Kroatien zählt bereits jetzt zu den wichtigsten Exportmärkten der Steiermark. Ich sehe aber für die Zukunft noch weiteres Potenzial für Kooperationen in wirtschaftlicher, aber auch in kultureller Hinsicht. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen", so Landesrat Buchmann.

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