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Von Utopien und Visionen zur EU-Verfassung

"50 Jahre Europäische Föderalistische Bewegung, Bund Europäischer Jugend"

(von links): Moderator Dr. Günther Ziesel, Europa-Pionier Max Wratschgo, Europa-Landesobmann Prof. Kurt Jungwirth, der Banater "Altsteirer" Erwin Tigla, der slowenische Europa-Abgeordnete Alojz Peterle, Landeshauptmann Waltraud Klasnic, Italien-Vertreter Lorenzo Marini, Komitatspräsident Peter Marko aus Vas, Alpen-Adria-Chef und Komitatspräsident Ferenc Kekes aus Baranya, Europajugend-Obmann Karl Menzinger, Honorarkonsul Imre Somogyvari (Ungarn), Altbürgermeister Alfred Stingl und Europa-Landesrat Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer. Foto: Land Steiermark.

Graz.- Wahlen in ein gemeinsames Europa-Parlament abzuhalten oder eine einheitliche Währung zu schaffen, erschien in den 60er Jahren utopisch. Sogar einen Euro wollten Europas Föderalisten schon damals einführen und riefen die Steirer - allerdings nur inoffiziell - zu einer Abstimmung auf. Mit diesen Highlights aus "50 Jahren Europäischer Föderalistischer Bewegung und Bund Europäischer Jugend" überraschte LH-Stellvertreter a.D., Landesobmann Prof. Kurt Jungwirth die Gäste am Mittwoch Abend in den überfüllten Festsälen der Grazer Burg.

Prominente Gäste aus dem In- und Ausland waren angereist, um über Einladung von Landeshauptmann Waltraud Klasnic dem Bundesobmann Max Wratschgo, Prof. Kurt Jungwirth und allen Mitstreitern zu Ideen und Initiativen auf dem Weg zu einem vereinten Europa zu gratulieren - Vorschläge, die bei der Gründung der  "Europäischen Föderalistischen Bewegung und Bund Europäischer Jugend" noch utopisch erschienen, heute dagegen zur Realverfassung der Union gehören. Landeshauptmann Waltraud Klasnic erinnerte an die Beiträge der Steiermark, Slowenien und Ungarn unter dem Motto "alte Nachbarn - neue Partner" über die ´Zukunftsregion´ an die Union heranzuführen.

Die Grundung der Europäischen Föderalistischen Bewegung und des Bundes Europäischer Jugend Steiermark war am 31. Jänner 1955 - also dreieinhalb Monate vor der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages - im Palais Attems in Graz erfolgt. Erster Obmann der EFB war der damalige Landesrat und spätere Landtagspräsident Karl Brunner, Gründungsobmann des BEJ war Max Wratschgo - damals Lehramtsstudent.

Zu den Gratulanten zählten Ferenc Kekes und Peter Marko, die Präsidenten der ungarischen Komitate Baranya und Vas. Aus steirischer Sicht machte sich der Grazer Altbürgermeister Alfred Stingl für den Europa-Gedanken auf kommunaler Ebene im Gespräch mit Moderator Dr. Günther Ziesel stark. Europäisches Handeln und Denken "darf nicht dem Bund und den Ländern überlassen werden", forderte Stingl.

Der frühere slowenische Ministerpräsident und nunmehrige Europa-Abgeordnete Lojze Peterle hob in seinem Festvortrag den Grundsatz der Bürgernähe und die Bedeutung der Jugend hervor. Zum Abschluss der Veranstaltung zog er - dem Wunsch von Frau Landeshauptmann Klasnic entsprechend - eine kleine Mundharmonika aus der Tasche, um die Europa-Hymne zu spielen, die wir hier zum  Download (1,2 MB) anbieten.

Graz, am 18. Februar 2005

 

Für Rückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information Dr. Kurt Fröhlich unter Tel.: (0316) 877-3881 Fax: (0316) 877-3188  E-Mail: kurt.froehlich@stmk.gv.at  zur Verfügung

links: KANONA-BAND aus Sárvar/Ungarn, rechts: Orff-Ensemble aus Hartberg
Der slowenischer Europa-Abgeordnete Lojze Peterle spielt die Europahymne (1,3 MB)
Europa-Pionier Max Wratschgo
Europa-Landesobmann Kurt Jungwirth
Applaus erntete Peterle für seinen Abschluss mit der Mundharmoniker
Zum Festakt im Weißen Saal hatten sich 400 Teilnehmer angemeldet
 

Dokumente

  • Europahymne 
    (1 MB!)

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