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Erdbeben überschattete Antrittsbesuch

Landeshauptmann Voves sichert indonesischem Botschafter Hilfe zu

Landeshauptmann Mag. Franz Voves mit S.E. Botschafter Triyono Wibowo. Foto: Europaabteilung; Abdruck bei Quellenangabe honorarfrei.   
Landeshauptmann Mag. Franz Voves mit S.E. Botschafter Triyono Wibowo. Foto: Europaabteilung; Abdruck bei Quellenangabe honorarfrei.

Graz.- Seine Heimat kommt nicht zur Ruhe: Triyono Wibowo, Botschafter der Republik Indonesien, stattete gestern am frühen Nachmittag Landeshauptmann Mag. Franz Voves einen Antrittsbesuch in der Grazer Burg ab. Der bereits seit längerer Zeit fixierte Termin wurde jedoch überschattet von dem tragischen Erdbeben vom 27. Mai 2006 im Bereich der indonesischen Insel Java.

Landeshauptmann Voves erkundigte sich eingehend über die Situation in Botschafter Wibowos Heimat. Der Botschafter berichtete, dass rund eineinhalb Jahre nach der Tsunami-Katastrophe (26. Dezember 2004) das Erdbeben mit der Stärke 6,2 nach Behördenangaben wieder mehr als 5.100 Todesopfer forderte, und es nun gilt, rund 60.000 Verletzte zu versorgen. Schätzungen internationaler Hilfsorganisationen sprechen sogar von 200.000 Obdachlosen. Die indonesische Regierung hat mittlerweile den Notstand ausgerufen.

„Auch die Steiermark wird den betroffenen Menschen in Indonesien helfen“, versicherte Landeshauptmann Voves im Gespräch mit dem Botschafter. Die Steiermärkische Landesregierung hat dazu gestern in der Regierungssitzung bereits einen Grundsatzbeschluss gefasst.

Indonesien hat an die EU ein offizielles Hilfeersuchen gerichtet, das im Wege des Monitoring Information Center (MIC) an die Bundeswarnzentrale des Bundesministeriums für Inneres weitergeleitet wurde. In diesem Hilfeersuchen werden insbesondere Medikamente, Zelte, ein Feldspital und Hygiene-Kits angefordert. Der Einsatz von so genannten Such- und Rettungsteams wurde als nicht zielführend beurteilt, die internationale Hilfe sollte sich auf die Lieferung von medizinischem Material konzentrieren.

Österreich hat Brigadier Dr. Alois Hirschmugl vom Kommando Internationale Einsätze in Graz in das Katastrophengebiet mit dem Auftrag entsandt, Erkundungen über die benötigten Hilfsmaßnahmen einzuholen. Seine Berichte werden dabei helfen, Hilfsmaßnahmen mit anderen EU-Staaten abzustimmen.

(zu den Interviews)

Für Rückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information Mag. Markus Gruber unter Tel.: (0316) 877-4107 Fax: (0316) 877-3188 E-Mail: markus.gruber@stmk.gv.at zur Verfügung.

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