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„Ungarn 1956“: Schmerzliche Erinnerungen

Ungarntag in Graz zum Gedenken an 1956

Ehrengäste in einem Original-Rotkreuz-Zelt von 1956 am Grazer Hauptplatz.
Besucher in der Ausstellung der Europäischen Föderalistischen Bewegung zu Ungarn 1956 und heute. Fotos: Land Steiermark/FA1E

Graz.- Mit sehr persönlichen Erinnerungen – von Zeitzeugen, Besuchern und auch von Festrednern – begann heute, Montag, ein „Ungarntag in Graz“. Ausstellungen in Rotkreuz-Zelten zeigten Bilder vom Aufstand 1956 und der Flucht von tausenden Menschen genauso wie Ungarn als dynamisches EU-Mitgliedsland heute. „Es war eiskalt, damals im Oktober, und uns überraschte die große menschliche Wärme und Hilfsbereitschaft in Österreich“, schilderten Zeitzeugen die herzliche Aufnahme in der Steiermark, die den größten Flüchtlingsstrom aufgenommen hatte.

Auch Festredner stellten sich mit persönlichen Erinnerungen ein: Landtags-Vizepräsidentin Barbara Gross – deren Eltern Flüchtlinge aus dem Banat und aus Polen waren – genauso wie ihre oststeirische Amtskollegin Walburga Beutl, die als Kind Flüchtlinge, Schüsse und brennende Häuser erlebt hat. Die Bedeutung Ungarns als Nachbarland unterstrichen bei der Eröffnung des Ungarntages Honorarkonsul Mag. Rudi Roth wie auch der Grazer Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl. Als Gruß aus der Grazer Schwesterstadt Pécs überbrachte der Künstler Tibor Tüskes einen „europäischen“ Dank: Damals, als die Sowjets den Aufstand der Ungarn niederwalzten, musste er als junger Mensch in Südungarn bleiben. Heute, 50 Jahre später, „bin ich froh, dass ich hier her nach Graz kommen kann.“ – Ähnlich der Leiter der Europa-Fachabteilung des Landes Steiermark, Mag. Ludwig Rader: Das Land Steiermark habe diesen Ungarntag organisiert, um die großen Veränderungen der vergangenen Jahre zu zeigen, die Zuversicht für einen Frieden in Europa geben.

Graz, am 16. Oktober 2006

 

Für Rückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information Johannes Steinbach unter Tel.: (0316) 877-4214  Fax: (0316) 877-3629  E-Mail: johannes.steinbach@stmk.gv.at zur Verfügung

 

 

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