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Ein Quadratmeter Solarfläche pro Steirer

Anteil erneuerbarer Energie soll in der Steiermark bis 2015 stark ansteigen

v.l.n.r. Technischer KWB-Vertriebsleiter Ing. Wolfgang Torschitz, Landeshauptmann Franz Voves mit  Jean-Luis Joseph, Präsident von Fédarène. Fotos: Luntang 
v.l.n.r. Technischer KWB-Vertriebsleiter Ing. Wolfgang Torschitz, Landeshauptmann Franz Voves mit Jean-Luis Joseph, Präsident von Fédarène. Fotos: Luntang
Brüssel/Graz.- Ambitionierte Ziele hat das Land Steiermark was den Einsatz erneuerbarer Energie betrifft: Gestern Abend (28.11.) unterschrieb Landeshauptmann Mag. Franz Voves in Brüssel die sogenannte Fédarène-Erklärung. Fédarène steht für die Gemeinschaft europäischer Regionen, die sich verpflichtet haben, Energie zu sparen, den Anteil erneuerbarer Energieträger stark zu erhöhen und die Energie-Effizienz zu steigern. LH Voves: „Die Unterzeichnung dieser Erklärung, die diesen Montag einstimmig in der Regierung beschlossen wurde, ist ein klares Bekenntnis für den Weg aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und für unsere Umwelt. Derzeit werden 60 Prozent des steirischen Strombedarfs durch erneuerbare Energieträger gedeckt, bis 2015 soll sich diese Zahl auf 75 Prozent erhöhen. Damit wird die Steiermark, die bei Biomasse und Solarenergie bereits jetzt zu den Vorreitern zählt, europaweit einen Spitzenplatz einnehmen."

Die weiteren Ziele mit denen die Steiermark nun zusammen mit über 80 anderen Regionen ihr Scherflein zum Umweltschutz beiträgt: Bis zum Jahr 2015 sollen der Wärme- bzw. Kältebedarf von bestehenden steirischen Gebäuden um die Hälfte verringert und der der neuen Gebäude stufenweise auf den Passiv-Haus-Standard gebracht werden. Weiters will man die derzeitige Solarkollektorfläche von 400.000 Quadratmetern auf rund 1.200.000 Quadratmeter steigern: also ein Quadratmeter pro Steirerin und pro Steirer. 70 Prozent der 542 steirischen Gemeinden sollen 2015 über Fernwärmeanlagen verfügen, die auf Biomasse basieren und teilweise auch mit Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten. Außerdem sollen durch die Erweiterung der Biotreibstoff-Erzeugung aus Biogas, Ölpflanzen und Ölsamen zehn statt derzeit fünf Prozent des Treibstoffverbrauchs aus erneuerbaren Quellen kommen. Die Steiermark ist mit diesen Zielen in guter Gesellschaft: Oberösterreich hat sich beispielsweise vorgenommen, bis 2010 den Energieanteil aus Biomasse und Solarenergie zu verdoppeln und den Anteil an Ökostrom erhöhen.

Unterzeichnet wurde die Erklärung symbolträchtig im sogenannten „Renewable Energy House", in dem die wichtigsten europäischen Branchenverbände für erneuerbare Energien aus den Bereichen Biomasse, Geothermie und Wärmepumpen, Solarthermie, Photovoltaik und Wind untergebracht sind. Das Herz dieses „Hauses der Erneuerbaren Energie" ist grün und kommt aus der Steiermark: Die Pelletsheizung der oststeirischen KWB Biomasseheizung spielt technisch alle Stückln und sorgt im 2.000 Quadratmeter umfassenden Gebäude zusammen mit der solarbetriebenen Kühlanlage der Grazer Firma Solid für bestes Raumklima. Dass es dieses Musterhaus für erneuerbare Energie, in dem der gesamte Heiz- und Kühlbedarf des Gebäudes zu 100 Prozent über erneuerbare Energietechnologien gedeckt wird, überhaupt gibt, ist vor allem Prinz Laurent von Belgien, einem glühenden Verfechter erneuerbarer Energieformen, zu verdanken. Das Haus, in dem nun insgesamt elf Branchenverbände residieren, wurde mit dem Global Energy Award ausgezeichnet.

Weitere Informationen über das Renewable Energy House unter: http://www.erec.org/reh.html bzw. Externe Verknüpfung www.kwb.at und Externe Verknüpfung www.solid.at.


Graz, am 29. November 2007


Für Rückfragen steht Ihnen als Verfasserin bzw. Bearbeiterin dieser Information Mag. Inge Farcher unter Tel.: (0316) 877-4241 Fax: (0316) 877-3188 E-Mail: ingeborg.farcher@stmk.gv.at zur Verfügung
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