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Globalisierung erfordert Ausgleich zwischen arm und Reich

Landtag Steiermark veranstaltet Enquete zum Thema Entwicklungszusammenarbeit

"Danke für den großartigen Beitrag, den die Menschen aus der Steiermark in der Entwicklungszusammenarbeit leisten", schrieb der Bischof von Cyangugu in Ruanda, Jean Damascéne Bimenyimana, (Bildmitte) in das Gästebuch des Landtages Steiermark, wo er anlässlich der Enquete zum Thema Entwicklungszusammenarbeit von Präsident Siegfried Schrittwieser (links) und Alt-Vizekanzler Josef Riegler (rechts) begrüßt wurde. Foto: Land Steiermark 
"Danke für den großartigen Beitrag, den die Menschen aus der Steiermark in der Entwicklungszusammenarbeit leisten", schrieb der Bischof von Cyangugu in Ruanda, Jean Damascéne Bimenyimana, (Bildmitte) in das Gästebuch des Landtages Steiermark, wo er anlässlich der Enquete zum Thema Entwicklungszusammenarbeit von Präsident Siegfried Schrittwieser (links) und Alt-Vizekanzler Josef Riegler (rechts) begrüßt wurde. Foto: Land Steiermark

Graz.- Der Ausgleich zwischen arm und reich und die Verantwortung der Politik standen heute (27. Mai 2008) im Mittelpunkt einer Enquete zum Thema Entwicklungszusammenarbeit, die der Landtag Steiermark veranstaltete. Landtagspräsident Siegfried Schrittwieser unterstrich die Bereitschaft der Politik, sich mit Globalisierungsfragen zu befassen. Dies griffen Experten, wie etwa Univ.-Prof. Ulrich Brand vom Institut für Politikwissenschaften der Universität Wien, gerne auf: "Die Globalisierung ist nicht nur ein ökonomisches, sondern vor allem auch ein soziales, kulturelles und ökologisches Phänomen, das an der Politik nicht vorbeigehen kann." Steirische Unternehmer wie Josef Zotter (Schokolade, Riegersburg) und Burghart Zeiler (Wolfram Bergbau- und Hütten GmbH, Sankt Martin im Sulmtal) schilderten ihre Erfahrung mit "Fairem Handel" bzw. "Fairem Schürfen". Alt-Vizekanzler Josef Riegler stellte den "Global Marshall Plan für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft" vor, die ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen und für einen Ausgleich zwischen reich und arm sorgen soll.

Der Bischof von Cyangugu in Ruanda, Jean Damascéne Bimenyimana, dankte als Gast aus einem Empfängerland für die Spendenbereitschaft im Geberland Österreich: "Allein mit der Hilfe aus der Steiermark konnte viel geholfen werden; der Aufbau von Kirchen, Wohnhäusern für Witwen und Waisenkinder, der Neubau eines Kindergartens genauso wie von Lehrwerkstätten für Schneider und Tischler", erklärte er.

Das Land Steiermark hat heuer die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit um zehn Prozent aufgestockt. Nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbshilfe" werden damit wieder rund 40 bis 50 steirische Initiativen unterstützt. Dieser Anstieg ist ein Beitrag, den das Land Steiermark als Region zur Erreichung jener großen Ziele leistet, die sich die UNO und die EU gesetzt haben: Die Millenniums-Ziele der Vereinten Nationen (2000) und die Beschlüsse der Europäischen Union, wonach Österreich bis 2010 eine Quote von 0,51 Prozent des Bruttonationaleinkommens erreichen muss und bis 2015 ein Anteil von 0,7 Prozent angestrebt wird. Mit jährlich fast 150 Euro pro Kopf bzw. einem Gesamtbetrag von 1,2 Milliarden Euro, den Österreich an offizieller Entwicklungszusammenarbeit (ODA 2006) derzeit ausweist, lag unser Staat nur knapp unter diesem Ziel für 2010.

Der finanzielle Beitrag des Landes Steiermark ist - entsprechend der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern - ziffernmäßig mit 390.000 Euro zwar nur ein kleiner Prozentsatz der bundesweit eingesetzten Mittel, er wird aber als Garantie dafür betrachtet, dass eine gezielte Bewusstseinsbildung auch auf regionaler Ebene geschaffen wird.

Mehr unter www.eza.steiermark.at - www.landtag.steiermark.at

 

 

Graz, am 27. Mai 2008

 

 

Für Rückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information Johannes Steinbach unter Tel.: (0316) 877-4214 E-Mail: johannes.steinbach@stmk.gv.at zur Verfügung

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