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50 Millionen Euro für 200 grenzüberschreitende EU-Projekte

Slowenien-Steiermark: Ausbau der Kooperation im Kampf gegen Krise

Graz/Maribor - (19.05.2009). In einem Arbeitsgespräch in der Grazer Burg kamen heute (19.05.09) die slowenische Regionalministerin Zlata Ploštajner und der steirische Landeshauptmann Mag. Franz Voves überein, durch das optimale Ausschöpfen des rund 80 Millionen Euro (allein für österreichisch-slowenische Projekte) schweren EU-Programms "Europäische Territoriale Zusammenarbeit" die Auswirkungen der Krise zu mildern und einen Schwerpunkt auf nachhaltige, arbeitsplatzwirksame Projekte zu legen. "Der Erfolg der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Slowenien-Österreich soll auf weitere Projekte in der Region Alpen-Adria-Pannonia auf Basis von Matriosca ausgedehnt werden, wo große Erfahrung und Wissen genützt werden könnten", so Voves und Ploštajner. In der Steiermark wurden - einschließlich der nun fixierten 15 neuen Vorhaben - seit 1995 mehr als 200 "Interreg"-Projekte mit einem Volumen von insgesamt 50 Millionen Euro umgesetzt. Ein Erfolgsbeispiel dafür ist die "Erzherzog Johann Kultur- und Weinreise Graz-Maribor", die beide Politiker am Nachmittag beim "Alten Weinstock" in Maribor präsentieren.

Neben konkreten gemeinsamen EU-Projekten möchten Steiermark und Slowenien auch die Zusammenarbeit auf kommunaler und regionaler Ebene verstärken. Voves: "Die steirische Initiative Regionext ist bei unseren slowenischen Nachbarn auf großes Interesse gestossen, vor allem weil sie derzeit an ähnlichen Konzepten arbeiten."

Zum EU-Programm "Slowenien-Österreich 2007-13" gehören einerseits Projekte unmittelbar an der Grenze, wie etwa die wasserwirtschaftliche Initiative „Dra-Murci", wo ökologische Veränderungen untersucht, die Grenzmur renaturiert und gemeinsame Hochwasserschutzmaßnahmen den Lebensraum Mur sichern sollen. Im Projekt „Health" sind unter Führung der steirischen KAGES auch Spitalsträger aus Kärnten und dem Burgenland mit Slowenien beteiligt. Im "City Network Graz-Maribor" ziehen die beiden Ballungszentren in Sachthemen wie Umwelt, Wirtschaft und Stadtentwicklung an einem Strang. Übrigens: In der Kultur liegt die Kooperation auf der Hand: So erhielt Marburg/Maribor - gemeinsam mit der portugiesischen Stadt Guimarães - am vergangenen Wochenende von der Europäischen Union den Zuschlag als "Europäische Kulturhauptstadt 2012".

Andere spannende Projekte finden sich noch in Vorbereitung wie z.B. eine Zusammenarbeit im Bereich Luftreinhaltung zur Senkung der Feinstaubbelastung, im Bereich Werkstoffe mit der Montanuniversität Leoben oder aus dem Bereich Tourismus, wo man gemeinsam attraktive Angebote für die Zielgruppe "Pilger" schnüren will.


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