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Aufbruchstimmung bei Alpen-Adria

20 Millionen Menschen können von neuer "EU-Makroregion" profitieren

Landeshauptmann Mag. Franz Voves (links) und der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria, Renzo Tondo diskutierten bei ihrem Treffen in der Villa Manin bei Udine die Neupositionierung der Arge Alpen-Adria. © ARC Friaul - Julisch Venetien / Giovanni Montenero (Abdruck bei Quellenangabe honorarfrei)
Landeshauptmann Mag. Franz Voves (links) und der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria, Renzo Tondo diskutierten bei ihrem Treffen in der Villa Manin bei Udine die Neupositionierung der Arge Alpen-Adria.
© ARC Friaul - Julisch Venetien / Giovanni Montenero (Abdruck bei Quellenangabe honorarfrei)

Udine/Graz (19.11.2009) Die Steiermark setzt ein starkes politisches Zeichen zur Neupositionierung der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria. Entsprechend einer Erklärung, die heute, Donnerstag, auf Initiative von Landeshauptmann Mag. Franz Voves bei der Hauptversammlung in der Villa Manin bei Udine beschlossen wurde, werden die Alpen-Adria-Regionen aus fünf Staaten künftig als „EU-Makroregion" an der Schnittstelle von Donau-, Alpen- und Adriaraum auftreten. Dies soll die Grundlage dafür bilden, auch in Zukunft EU-Förderungen zu nützen, die nach dem Jahr 2013 völlig neu geregelt werden. „Der Alpen-Adria-Pannonia-Raum betrifft rund 20 Millionen Menschen, die von einer verstärkten Zusammenarbeit profitieren werden", erklärte Landeshauptmann Voves bei der Arge-Alpen-Adria Hauptversammlung in der Villa Manin bei Udine. Er hatte am Vorabend mit seinem Amtskollegen Renzo Tondo (Friaul-Julisch Venetien) in dessen Funktion als aktueller Präsident der Arge Alpen-Adria ein Vieraugen-Gespräch geführt, wo dieser Reformschritt diskutiert wird.

Die Erklärung umfasst ein Sechs-Punkte-Programm, wonach die Arbeitsgemeinschaft

  • künftig eine stärkere Rolle als Bindeglied zwischen Alpen-, Adria- und Donauraum anstrebt und als Partner für weitere Regionen in Mittel- und Südosteuropa auftritt;
  • konkret zur rascheren Annäherung der Westbalkan-Länder an die Europäische Gemeinschaft beitragen will;
  • eine Expertengruppe einsetzt, um aufgrund der Erfahrungen aus dem EU-Projekt „MATRIOSCA" die makroregionalen Prioritäten ausarbeiten zu lassen;
  • einen strategischen Prozess zur Erweiterung der Arbeitsgemeinschaft verfolgt; 
  • bei einer Konferenz noch vor Sommer 2010 - gemeinsam mit politischen Vertretern von Nachbarregionen, Nationalstaaten und der Europäischen Union - die Strategien für die „Makroregion Alpen-Adria-Pannonia" sowie auch für eine mögliche geographische Erweiterung der Arbeitsgemeinschaft beschließen wird;
  • neue Modelle für die zukünftige Zusammenarbeit ausarbeiten und einen entsprechenden Organisationsrahmen einrichten und fördern wird.

Wie beim EU-Projekt „MATRIOSCA" wird das Land Steiermark wieder die technische Koordination hinsichtlich der Strategien für die neue Makroregion übernehmen. Die Autonome italienische Region Friaul Julisch Venetien wird Vorschläge zur möglichen Ausdehnung der Arbeitsgemeinschaft auf Nachbarregionen im Alpen-Adria-Pannonia-Raum ausarbeiten, bevor die Republik Kroatien Ende 2010 den Vorsitz für zwei Jahre übernimmt.

Die Zusammenarbeit erstreckte sich schon über den "Eisernen Vorhang" 

Die Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria galt in den ersten Jahren nach ihrer Gründung (1978 in Venedig) als einzigartige Initiative für die regionale Zusammenarbeit, die damals sogar den "Eisernen Vorhang" überbrückte. Nun gehören - bis auf das EU-Beitrittsland Kroatien - alle Alpen-Adria-Mitgliedsregionen der Europäischen Union an.

=> Arge Alpen-Adria

19. November 2009

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