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Baltisch-Adriatische Achse: Regionen demonstrieren Geschlossenheit

Zwölf Regionalpolitiker bei EU-Verkehrskommissar Siim Kallas

Die Österreicher, die sich für die Baltisch-Adriatischen Achse einsetzen (von rechts): Landesrat Gerhard Kurzmann mit Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler, EU-Verkehrskommissar Siim Kallas und der niederösterreichischen Landesrätin Johanna Mikl-Leitner © Steiermark-Büro Brüssel / Hans Westerling (honorarfrei bei Quellenangabe)
Die Österreicher, die sich für die Baltisch-Adriatischen Achse einsetzen (von rechts): Landesrat Gerhard Kurzmann mit Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler, EU-Verkehrskommissar Siim Kallas und der niederösterreichischen Landesrätin Johanna Mikl-Leitner
© Steiermark-Büro Brüssel / Hans Westerling (honorarfrei bei Quellenangabe)

Brüssel/Graz (1.2.2011) - Weitere erfolgreiche Lobbying-Schritte für die Aufwertung der "Baltisch-Adriatischen Achse" setzte der steirische Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann bei seinem Brüssel-Besuch. Am Montagnachmittag  drängte er gemeinsam mit Vertretern von zwölf Regionen aus fünf Staaten beim für Verkehr zuständigen Vizepräsident der EU-Kommission, Siim Kallas darauf, dass die Europäische Union sich auch finanziell an dieser Nord-Süd--Hochleistungsstrecke beteiligt, die den Semmering- und Koralmtunnel umfasst. Heute, Dienstag, führte er dann ein Fachgespräch in der Generaldirektion Verkehr der EU-Kommssion. Dabei erläuterte er dem Direktor der Abteilung "Prioritätsprojekte bei Hochleistungsverkehrsstrecken (TEN-T)", Herald Ruijters, die Bedeutung dieser Schienenverbindung: Nach der Fertigstellung von Semmering- und Koralmtunnel wird erstmals eine "Flachbahn" durch die östlichen Alpen führen. "Das ist die Voraussetzung dafür, dass Gütertransporte von der Straße auf die Schiene gebracht werden und wir die EU-Klimaziele erfüllen können", sagte Kurzmann.

Diese Argumente hatten die Regionsvertreter – beteiligt sind insgesamt 19 Regionen zwischen Danzig und Bologna – auch gestern abends gegenüber EU-Kommissar Kallas unterstrichen. Diese Achse verbindet wichtige Industrieregionen im Zentrum Europas mit den Wirtschaftsraum Norditaliens sowie den zunehmend wichtiger werdenden Nord-Adriahäfen mit ihren Seeverbindungen nach Asien. Kurzmann unterstrich deutlich: "Das verhältnismäßig kleine Österreich erbringt da eine außergewöhnliche finanzielle Anstrengung, die unbedingt der Unterstützung der Europäischen Union Bedarf!" So sind im steirischen Landesbudget allein für den Koralmtunnel 120 Millionen Euro vorgesehen. Die steirische Forderung, diese Baltisch-Adriatische Achse im zukünftigen „EU-Core Network" der Transeuropäischen Schienennetze zu verankern sei deshalb "durchaus legitim und aus der Sicht der europäischen Verkehrsbedeutung auch gerechtfertigt", schloss Kurzmann.

 

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