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BAKIP Mureck - Europareise der 3. Klasse

03. April 2013 bis 10. April 2013

EU-Parlament © BAKIP Mureck
EU-Parlament
© BAKIP Mureck
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Wir traten unsere einwöchige Reise am Mittwoch um 5:45 in der Früh an und fuhren mit dem Zug von Leibnitz, nach einmaligem Umsteigen in Bruck an der Mur, direkt nach Berlin.
Als wir nach ca. 13-stündiger Bahnfahrt ankamen, ging es mit der S-Bahn gleich weiter und schließlich konnten wir gegen 20h unsere Appartements im Hostel „The Pirate" beziehen. Danach besuchten wir die beste Pizzeria in Berlin. Das war ein gelungener Abschluss unseres ersten Reisetages.
Unser zweiter Tag begann mit einem Frühstück in der „Fröhlichen Bäckerei" in der Frankfurter Allee. Der nächste Programmpunkt war das 2001 eröffnete, jüdische Museum, mit seiner faszinierenden Architektur. Dort wurden wir in zwei Gruppen geteilt und besuchten die Ausstellung über eine jüdische Kauffrau, eine der ersten Frauen, deren Memoiren veröffentlicht wurden. In der anderen Gruppe bekamen wir einen Einblick vom Leben der Juden im Mittelalter, sowie den Aufbruch in die Moderne und die Hintergründe der Judenverfolgung.
Nach dem Museumsbesuch und einer kurzen Mittagspause, trafen wir uns beim Checkpoint Charlie, um von dort aus bei einem 3-stündigen Stadtspaziergang viel über Berlin und seine Sehenswürdigkeiten zu erfahren
Checkpoint Charlie, ist der bekannteste von 3 einstigen, militärischer Kontrollpunkten, die im August 1961 nach dem Mauerbau eingerichtet wurden. Er verband den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor.
Auf unserem Weg hörten wir viel Interessantes über das Leben in der geteilten Stadt. Eine neu errichtete Museumsanlage zeigte den Todesstreifen, ein 100m breiter Streifen zwischen Absperrung und Mauer, der jeden Fluchtversuch verhindern sollte und wo nach offiziellen Angaben 136 Menschen ihr Leben verloren. Der Fall der Mauer war 9. November 1989.
Nach einer kurzen Busfahrt ging es vom Alexanderplatz zu Fuß zum Roten Rathaus weiter. Es ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins und Sitz des regierenden Bürgermeisters und des Senats von Berlin, und wurde zwischen 1861 und 1869 aus roten Ziegelsteinen erbaut.
Unser Rundgang führte auch zur Museumsinsel , die seit 1999 zum UNSESCO Welterbe zählt.
Vor dem Berliner Dom, 116m hoch und die größte (evangelische) Kirche Berlins, gab es eine Ausstellung mit dem Titel „Zerstörte Vielfalt". Sie zeigt Portraits von Persönlichkeiten, die während des Hitlerregimes unterdrückt wurden. Wir kamen auch in die ehemalige Prachtstraße „Unter den Linden", wo derzeit mehrere Großbaustellen den Blick auf Sehenswürdigkeiten beeinträchtigen.
Zum Abschluss sahen wir das Brandenburger Tor, das in den Jahren 1788-1791 entstand, und nach 1990 zum Symbol der Wiedervereinigung Deutschlands und Europas wurde
Nach einer selbstständigen, einstündigen Erkundungsgelegenheit des Potsdamer Platzes besuchten wir das Reichstagsgebäude, das seit 1999 Sitz des deutschen Bundestages ist. Im 2. Weltkrieg wurde es schwer beschädigt. 1960 wurde es rekonstruiert und von 1991 - 1999 umgestaltet.
In der Glaskuppel des Reichstages konnten wir noch eine wunderschöne 360° Aussicht über das nächtliche Berlin genießen.
Am Freitag hatten wir am Vormittag eine Führung durch das Olympia Stadion. Das Gelände ist ca. 130 Hektar groß und das Stadion hat 74.000 Sitzplätze zur Verfügung. Auffällig war die blaue Laufbahn, die um den Fußballplatz herum verläuft. Die Hintergrundgeschichte dazu war, dass ein paar junge Männer mit der „Hertha", einem blauen Schiff, reisten und dabei beschlossen, eine Fußballmannschaft zu gründen. Deshalb heißt der Fußballverein heute „Hertha BSC". Da das Material für die Laufbahn nur in Rot hergestellt wird, wurde die Laufbahn zuerst in Rot verlegt und später mit blauer Farbe gefärbt. Das erste Mal wurde das Stadion 1909 erbaut. Damals wurde es als Pferderennbahn benutzt. Erst in den 30-er Jahren wurden dort die Olympischen Spiele ausgeführt. Dafür sprengten die Nazis das Gebäude und schalteten den Verein aus, um ein größeres Stadion zu bauen. Seitdem wurde es immer wieder renoviert und es kamen neue Bereiche dazu, wie zum Beispiel eine Kapelle. Nach der Besichtigung des Stadions, machten wir eine selbständige Mittagspause am Kurfürstendamm. Dort kamen wir bei unserem Einkaufsbummel auch am berühmten KaDeWe, dem Kaufhaus des Westens, vorbei. Unser nächster Programmpunkt war eine gemeinsame Fahrt auf der Spree. Bei dieser sogenannten „Stadtkernfahrt" wurden uns die Sehenswürdigkeiten, die am Rande des Flusses zu sehen waren, genauer erklärt.
Das Jakob-Kaiser-Haus ist ein Gebäudekomplex in Berlin Mitte und bildet das größte deutsche Parlamentsgebäude. Danach sahen wir das Pergamon-Museum und das Bode -Museum, das früher Kaiser-Friedrich-Museum hieß. Wir unterquerten die Stadtdammbrücke und die Rathausbrücke. An dieser Brücke sind Berlin und Neukölln zusammengewachsen. Die Kaufmannssiedlungen der beiden Städte haben gemeinsam 3,45 Millionen Einwohner. Berlin und Neukölln stritten sich darum, auf welcher Seite das Rathaus stehen sollte, worauf man es einfach auf die Brücke setzte. Nachdem wir am Nikolaiviertel vorbeigefahren waren, sahen wir das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, das 2003 als dritter Parlamentsneubau an der Spree eingeweiht wurde. Das Gebäude ist nach der Vertreterin der Frauenbewegung in Deutschland benannt. Zum Schluss unterquerten wir noch die Moltke Brücke, benannt nach Helmuth von Moltke. Er hatte Anteil am Deutsch-Dänischen-Krieg, am Preußisch-Österreichischen-Krieg und am Deutsch-Französischen-Krieg.
Nach unserer Bootsfahrt ging es vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn zu den Hackeschen Höfen. Dort gibt es neben vielen Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten das „Sea Life" mit dem dazugehörigen „Aqua Dom". Die Aquarien im „Sea Life" sind sehr kindgerecht gestaltet. Eine ganz besondere Konstruktion ist der „Aqua Dom", ein über mehrere Stockwerke reichendes, rundes Aquarium, das man von einem Lift aus betrachten kann. Zum Abschluss des Tages hatten wir noch die Möglichkeit, selbstständig die Gegend zu erkunden.
Wir fuhren sehr früh zum Berliner Hauptbahnhof, um von dort nach Straßburg weiterzureisen. Bei unserer Ankunft erwartete uns schon unsere Stadtführerin, die uns die Tickets für den Bus besorgte und uns zu unserem Quartier, der Jugendherberge „Le Ciarus", begleitete. Gleich nach dem Beziehen der Zimmer, machten wir einen kleinen Stadtrundgang. Unterwegs fielen uns die deutschen Straßenbezeichnungen an den Häuserecken auf. Unser Weg führte uns über den Place Broglie bis zum Place Kléber. Es ist der zentrale Platz in Straßburg und war von 1886 - 1960 der Knotenpunkt der Straßenbahn. Er hieß am Anfang Barfüßerplatz, im 17. Jahrhundert Waffenplatz und erst seit 1840 Kleberplatz. Diesen Namen hat er von dem, aus Straßburg stammenden, Jean - Baptiste Kléber. Die Statue hält einen Brief in der Hand, in dem ihn der britische Admiral Keith 1800 um die Kapitulation der französischen Truppen aufforderte. Unter diesem Denkmal ist heute eine Gruft, in der Jean- Baptiste Kléber seit 1838 begraben ist. Heute wird dieser Platz oft für Kundgebungen genutzt. Es gibt auch gute Einkaufsmöglichkeiten und Bibliotheken.
Über den Gutenbergplatz gingen wir zum Straßburger Münster (La Cathédrale Notre - Dame)weiter.
Es wird auch als Liebfrauenmünster bezeichnet und wurde von 1439 - 1776 aus rosa Vogesensandstein errichtet. Es ist ein preußisch- katholisches Gotteshaus und wurde ohne Computerpläne oder Bagger gebaut. Es gehört zu den bedeutendsten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte und zu den größten Sandsteinbauten der Welt. Das Münster verbindet die deutsche und französische Kultur. Erbaut wurde das Gotteshaus ursprünglich im romanischen Stil, später im gotischen Stil. Nachdem wir einen ersten Eindruck von der Stadt gewonnen hatten, spazierten wir wieder zurück zu unserer Unterkunft, wo wir unser Abendessen bekamen.
Unser erster Programmpunkt nach dem Frühstück war der Besuch der Aussichtsplattform auf der Kathedrale Notre-Dame. 1647 - 1874 war das Straßburger Münster mit seinen 142 Metern hohen Nordturm das höchste Bauwerk der Menschheit. Bis zur Aussichtsplattform sind es 330 Stufen. Die gesamte Höhe beträgt 66 Meter. Es hat eine asymmetrische Form und ist das Wahrzeichen von Elsass. Im Münster befindet sich eine Astronomische Uhr, deren Vorläufer die Dreikönigsuhr war. Nach dem sehr beschwerlichen und schwindelerregenden Aufstieg hatten wir einen großartigen Ausblick über die Stadt. Im Anschluss hatten wir die Möglichkeit, die Messe zu besuchen oder in der Innenstadt zu bummeln. Eine kleine Gruppe nutzte das Angebot und ging in den Gottesdienst, der sehr beeindruckend war. Am Nachmittag nahmen wir bei wunderbarem Wetter an einer Bootsfahrt teil. Über Kopfhörer bekamen wir einige Informationen über die Gebäude und Brücken in Straßburg.
Straßburg ist sozusagen von Wasser umgeben. Wir fuhren auf der Ill beim Elsässischen Museum vorbei. Dies ist ein Volkskunstmuseum aus dem 16. Jhd. Ein Stück weiter befand sich der „Alte Zoll", der ehemalige Straßburger Hafen. 1944 wurden er bombardiert, danach aber wieder restauriert. Jetzt ist der alte Zoll eine elsässische Bierbrauerei. Entlang eines Rheinarmes befindet sich die Goldstraße, wo früher Gold gewaschen wurde.
Wir bekamen auch Informationen über das Hotel zum Drachen (Hótel du Dragon), das Ludwig der. besuchte und das von den Hugenotten zerstört wurde
Auf dem Weg sahen wir die St. Thomas Kirche (Eglise Saint Thomas), die zweitgrößte Kirche der Stadt und das St. Thomas Kapitelhaus, in dem protestantische Seminare abgehalten werden.
Danach fuhren wir durch „Petite France", das älteste und schönste Stadtviertel. Es gibt vier Kanäle, wobei der vierte besonders bedeutend für die Schifffahrt ist. Wir mussten bei einer Schleuse anhalten. Dort benötigte es fünf Minuten und 360.000 Liter Wasser um auf eine Ebene mit der oberen Ill zu gelangen.
Nach dem Benjamin Sixplatz (Place Benjamin Six) kamen wir zum Gerberhaus. Es ist ein Baudenkmal erbaut im 16.Jhd.
Weiter ging die Fahrt am Viertel der gedeckten Brücken vorbei, wo Türme mit Schießwarten gebaut wurden um das Viertel zu beschützen.
Wir sahen auch den Generalrat Bezirk Niederrein (Departement Bas - Rhin), dessen Architektur ein gestrandetes Schiff am Flussufer symbolisiert.
Weitere Informationen bekamen wir auf unserer Fahrt über das Gefängnis St. Margareten, das zuerst ein Krankenhaus, dann eine Kaserne war und jetzt als Hochschule dient. Wichtige Gebäude sind auch der Rheinpalast und das Stadttheater. Danach sahen wir auf unserer Strecke ein Mädcheninternat/Gymnasium im Stil der deutschen Renaissance und den Fischerstadel, der gegen Ende des 19. Jhd. den Hauptteil des Straßburger Handelshafens bildete.
Nachdem wir an der prächtigen St. Pauls Kirche mit den markanten Zwillingstürmen vorbeigefahren waren, ging es weiter ins Europaviertel. Dabei hatten wir einen guten Blick auf den Sitz von Arte (deutsch-französischer Fernsehsender) gegründet im April 1991.
Während der Bootsfahrt hörten wir, dass das Europaviertel seit 1960 Stück für Stück errichtet wurde. Das erste war das Gebäude des Europarates, dann der Palast der Menschenrechte und später der Europapalast, ein markantes Bauwerk umgeben von grünen Gärten als Schutzschild, dessen Herzstück der Plenarsaal ist.
Zwei weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten sind die St. Wilhelmskirche (Eglise Saint - Guillaume) und der Rohanpalast (Palais de Rohan). Die St. Wilhelmskirche ist sehr berühmt für ihre Glasfenster und ihre schiefe Dachform. Im Rohanpalast wollte damals Marie Antoinette Ludwig den XVI. heiraten.
Während unserer Fahrt am Ill sind wir auch unter zahlreichen Brücken durchgefahren, von denen uns vor allem die Schintbrücke/Rabenbrücke (Pont du Corbeau)in Erinnerung blieb.
Hat in früherer Zeit jemand Ehebruch begangen oder eine schlimme Krankheit bekommen, wurde er dort vor Publikum gefoltert und zum Beispiel in Käfige gesperrt und ins Wasser getaucht.
Nach unserer Bootsfahrt spazierten wir am Fluss entlang ins La Petite France und konnten die wunderschönen Häuser aus der Nähe besichtigen. Die Bezeichnung des Stadtviertels geht auf das Hopital „Blatterhüs" zurück. Im 16 Jhd. wurden dort französische Soldaten behandelt. Wir gingen weiter bis zum Museed'art moderne.
Es liegt in der historischen Altstadt Straßburg am Illufer und ist ein Museum für zeitgenössische Kunst. Jeder von uns konnte die Ausstellung individuell besuchen, und danach wieder zu Fuß oder mit dem Bus zum Quartier zurückkehren.
Der Abschluss dieses Tages war ein Besuch im „Flams", wo wir die typisch elsässischen Flammkuchen probierten.
Unsere Stadtführerin zeigte uns den Place de la Republique, ein Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr, von wo wir mit dem Bus zum EU Parlament fuhren. Auf der Haltestelle, bei der wir ausstiegen, fiel uns das riesige Glasgebäude mit den Flaggen jedes Mitgliedsstaates der EU im Vordergrund sofort auf.
Im Innenhof des Gebäudes findet man Säulen, auf denen rechts Bilder mit dazugehöriger Beschreibung von der Entwicklung der EU in der Vergangenheit sowie auf der linken Seite die modernen Aufgaben der EU präsentiert werden. Bevor wir in das Innere des Parlaments kamen, sahen wir eine große Aufschrift: Louise Weiss. Sie war eine berühmte europäische Politikerin und setzte sich für den Europagedanken ein.
Die Terrassen, die diesen Bau unvollständig wirken lassen sind ein Symbol für die Erwartungen an die europäische Union. Das Glas, aus dem der Großteil des Gebäudes besteht, steht für die Transparenz der EU.
Im Inneren des Gebäudes beeindruckte uns vor allem der Plenarsaal mit der Holzverkleidung und seiner abgerundeten Form. Bei unserer Führung erfuhren wir viel über die Arbeit der EU-Abgeordneten. Wenn Plenarsitzungen, die in Straßburg eine Woche im Monat (2 ½ Wochen im Monat in Brüssel und 1 Woche in den Heimatländern mit zusätzliche Minitagungen in Brüssel) stattfinden, läutet es um viertel vor 12 im ganzen Gebäude. Daraufhin gehen alle Abgeordneten in den Plenarsaal.
Wir besichtigten zusammen einen der ungefähr 40 Arbeitsräume. Dort hörten wir, dass es 23 offizielle Sprachen gibt, die das Symbol der Gleichheit aller Mitgliedsstaaten sind. Jeder Abgeordnete hat das Recht in der eigenen Muttersprache sprechen zu können. Alle Dokumente werden übersetzt und simultan gedolmetscht. Dafür werden ungefähr 1000 Personen benötigt, was ca. einem Drittel des gesamten Personals entspricht.
Die Abgeordneten werden direkt von den Bürgern alle 5 Jahre gewählt. Die letzten Europawahlen fanden vom 4.-7. Juni 2009 statt und die nächste Wahl wird somit 2014 stattfinden. Es gibt 754 Abgeordnete, die in 7 Fraktionen organisiert sind, aus 27 Mitgliedstaaten. Die anderen 753 Abgeordneten sitzen bei Plenarsitzungen nach der Zugehörigkeit zu ihrer jeweiligen Fraktion aufgeteilt. Der Präsident des Parlaments wird für 2,5 Jahre gewählt. Der jetzige, Martin Schulz, wurde vor einem Jahr im Jänner von den Abgeordneten gewählt.
Da wir gerade in der sitzungsfreien Zeit die Stadt besuchten, konnten wir leider keine Sitzung miterleben. Im Plenarsaal endete somit unsere Führung im EU-Parlament.
Nach dem Besuch des EU-Parlaments, fuhren wir mit der Tram zum Orangerie Park, welcher der älteste und größte Park in Straßburg ist. Er wurde für die Kaiserin Josefine angelegt. In ihm findet man auch ein Streichelzoo, eine Bowlingbahn und ein Denkmal von Hektor Nessler. Besonders bekannt ist dieser Park, neben den Orangenbäumen die früher angebaut wurden, durch seine mittlerweile heimischen Störche.
Nach der individuellen Besichtigung des Parks nutzte eine Gruppe noch das Bowlingangebot, während die anderen zur Jugendherberge zurückfuhren. Bei unserem letzten Abend in Straßburg durften einige von uns auch ein wenig vom Nachtleben kennenlernen. Wir ließen unseren Aufenthalt gemeinsam mit unseren Lehrerinnen beim Karaoke „ausklingen".
Die Abreise von Straßburg erfolgte schon sehr früh, damit wir den Tag noch für einen Zwischenstopp in Zürich nutzen konnten. Um 11 Uhr kamen wir am Hauptbahnhof Zürich an, und verstauten die Koffer in der Gepäckaufbewahrungshalle. Danach marschierten wir bei Regenwetter den Bahnhofsquai entlang Richtung Bürkliplatz. Zum Aufwärmen setzten wir uns kurz ins Frauenmünster. Das Frauenmünster wurde 853 n. Chr. von König Ludwig II. als Benediktinisches Kloster für adelige Frauen gestiftet und ist heute eine evangelische Predigtkirche.
Sie ist im gotischen und zum Teil neugotischen Stil gebaut und hat einen fünfteiligen Fensterzyklus und die Rosette im südlichen Querschiff gestaltet von Marc Chagall.
Nachdem die Sicht auf den Bürkliplatz un den Züricher See durch Regen und Baustellen getrübt war, hatten wir Zeit Zürich individuell zu erkunden und uns zu stärken.
Nach der Erkundungstour trafen wir uns am Bellevue Platz und starteten einen Fußmarsch zum Großmünster.
Das Großmünster ist eine evangelisch reformierte Kirche im romanischen Stil. Seine charakteristischen Doppeltürme sind das eigentliche Wahrzeichen Zürichs.
Dann gingen wir entlang der Limmat weiter zum Rathaus. Das Rathaus wurde zwischen 1694 und 1698 im Stil der deutschen Renaissance freistehend im Fluss in der Mitte der Altstadt erbaut.
Anschließend besuchten wir das Spielzeugmuseum. Es beinhaltet eine private Sammlung (Stiftung) europäischer Spielwaren aus dem 18. bis Mitte des 20. Jahrhundert Die Gründung im Jahre 1956 erfolgte aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des Unternehmens Franz Carl Weber von Margrit Weber-Beck. Nach dem Besuch im Spielzeugmuseum fuhren wir gemeinsam mit der Polybahn, dem sogenannten Studentenexpress, zur Aussichtsplattform vor der Hochschule hinauf. Diese mehrspurige Standseilbahn, verbindet das Zentrum mit der Polyterrasse und gleichzeitig mit dem Hauptgebäude der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule).
In Ruhegenossen wir die Sonne und den schönen Ausblick auf der Polyterrasse. Dann fuhren wir wieder zurück zur Talstation und machten uns auf den Weg Richtung Bahnhof.
Es blieb nur noch Zeit, um genug Proviant für die lange Rückreise zu besorgen und um unsere Koffer abzuholen.
Abschließend gingen wir gemeinsam zum Zug und traten, um viele Erfahrungen reicher, unsere Heimreise an. 
Nach einer nicht ganz störungsfreien Nachtfahrt, kamen wir schließlich am Mittwoch, kurz nach 8h wieder in Leibnitz an.

 

 

 

 

 

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