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Café Europa "Aktuelles aus der Europäischen Finanzwelt"

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MEP a.D. Reinhard Rack und Finanzexperte Franz Nauschnigg © Europe Direct Steiermark / js
MEP a.D. Reinhard Rack und Finanzexperte Franz Nauschnigg
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Graz (13.2.2014). -  Am Donnerstag, den 13.2.2014, fand im Medienzentrum Steiermark ein Café Europa zum Thema Finanzkrise und Bankenunion statt. Zu Gast am Podium durften wir Mag. Franz Nauschnigg, Leiter der Abteilung für Integrationsangelegenheiten und Internationale Finanzorganisationen in der Österreichischen Nationalbank und Univ.-Prof. Dr. Reinhard Rack, ehemaliges Mitglied des europäischen Parlaments, begrüßen.

Finanzexperte Franz Nauschnigg wies darauf hin, dass Währungs- und Bankenkrisen, nicht erst ein Problem unserer Zeit darstellen, sondern dass es laut Internationalem Währungsfond zwischen 1970 und 2007 mehr als 200 Währungskrisen ("auch unser Schilling war Angriffsziel von Spekulanten"), rund 125 Bankenkrisen (das Bankensystem eines ganzen Landes geht in Konkurs) und 63 Staatsschuldenkrisen (als Folge von mehreren Bankenkrisen in einem Staat) gegeben hat.

Weiters informierte Nauschnigg darüber, dass es natürlich seit der Einführung des Euros keine Währungskrisen in den Euro-Ländern mehr gibt. Er betonte auch, dass der Euro mittlerweile eine zu starke Währung sei, die außerdem mit zahlreichen Schutzmechanismen ausgestattet ist, um gebrochen zu werden.

Der Europapolitiker Rack bezeichnete eine gemeinsame europäische Wirtschaftspolitik als unverzichtbar, sie "konnte noch nicht durchgesetzt werden." Dies stelle nun eine "Herausforderung für die Zukunft dar, um die die EU nicht herum kommen wird, will man in Zukunft solche Krisen vermeiden", so Rack.

Prof. Reinhard Rack betonte seine persönliche Überzeugung, dass es bei der Europawahl am 25. Mai nicht um die Frage gehen würde ob man dem einen (der EU) oder anderen (der nationalen Regierung) einen Denkzettel verpassen könnte. Stattdessen wäre es seiner Meinung nach wünschenswert „dass man vor der Wahl über die politischen Fragen diskutiert und auch über deren Lösungen, die von den diversen Kandidaten und verschiedenen Gruppierungen angeboten werden."

 

 

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