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EU-Tagesnews 11.09.2014

Banken planen Rückzug aus Schottland

Die britischen Großbanken Royal Bank of Scotland und Lloyds wollen Schottland im Falle eines Votums für die Unabhängigkeit den Rücken kehren. Die RBS teilte am 11.9.2014 mit, sie werde dann ihren Hauptsitz von Edinburgh nach London verlegen. Das Referendum sei mit „zahlreichen Unwägbarkeiten" verbunden, das gelte für finanzielle ebenso wie für rechtliche Fragen. Allerdings soll ein großer Teil des Geschäfts weiter von Schottland aus abgewickelt werden, wo die Bank seit der Gründung 1727 ansässig ist. Die ebenfalls in Edinburgh ansässige Lloyds erklärte, sie habe bei einem „Ja" der Schotten Notfallpläne in der Schublade. So würden „neue juristische Haupteinheiten in Großbritannien" gegründet, erklärte die Bank, ohne die Angaben zu konkretisieren.

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Die mächtigste Bankerin Europas

Ana Botín übernimmt die Führung von Santanter, der größten Bank Spaniens, und folgt damit ihrem überaschend verstorbenen Vater nach. Der Aufsichtsrat der Bank hat sie zur Nachfolgerin ernannt und setzt damit eine lange Tradition des Geldinstitutes fort. Bereits seit vier Generationen wird Santander von den Botíns geleitet - dabei hält die Familie nur noch zwei Prozent an dem Unternehmen. Analysten, Konkurrenten und Weggefährten überschlagen sich mit Vorschusslorbeeren für die 53-Jährige. Emilio Botin führte die Bank seit 1986 und machte Santander von einem kleinen spanischen Institut zur größten Bank der Euro-Zone.

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EK- Berichte über die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie

Das verarbeitende Gewerbe der EU besitzt eine Reihe von Wettbewerbsvorteilen, die auch im derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfeld genutzt werden sollten, um das Wirtschaftswachstum voranzubringen. Zu diesem Schluss kommen zwei Berichte über die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, die die EK am 11.9.2014 veröffentlicht hat. Damit das Wachstum jedoch nicht zum Stillstand kommt, müssen die EU und die Mitgliedstaaten in einigen Bereichen dringend handeln: Investitionen; Zugang zu Finanzmitteln; öffentliche Verwaltung; Zugang zu ausländischen Märkten; Innovationen sowie Energiepreise. Bei der Betrachtung, wie die Lage in den Mitgliedstaaten jetzt ist und wie sie sich entwickelt, zeigen sich vier Gruppen: Österreich fällt in die Gruppe der Mitgliedstaaten mit hoher, jedoch stagnierender oder rückläufiger Wettbewerbsfähigkeit.

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Faktoren der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in den EU-Ländern

Der europäische Wettbewerbsfähigkeitsbericht bestätigt, dass das verarbeitende Gewerbe der EU nach wie vor über beträchtliche Wettbewerbsvorteile verfügt. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die EU ihre Wettbewerbsvorteile in einer Reihe verarbeitender Branchen dank hochqualifizierter Arbeitskräfte, eines hohen inländischen Wertschöpfungsanteils an den Exportgütern und komparativer Vorteile durch komplexe und hochwertige Produkte behauptet hat. Er bestätigt zudem, dass der dennoch in den letzten Jahren verzeichnete Rückgang des Wertschöpfungsanteils des verarbeitenden Gewerbes auf sinkende Preise im Vergleich zum Dienstleistungssektor zurückzuführen ist. Was die KMUs betrifft, wird bestätigt, dass sich kleine und junge Firmen schwerer tun als andere Unternehmen, Bankkredite zu erhalten, selbst wenn ihre finanziellen Ergebnisse genauso gut sind.

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11,9 Mrd. EUR für bessere europäische Verkehrsverbindungen

Die EK hat die Mitgliedstaaten am 11.9.2014 dazu aufgerufen, Projekte vorzuschlagen, die für eine EU-Förderung für den Ausbau der europäischen Verkehrsverbindungen in Frage kommen. Mit insgesamt 11,9 Mrd. EUR stellt die EU diesmal den bisher größten Einzelbetrag für Verkehrsinfrastrukturen bereit. Die Frist für die Einreichung der Vorschläge durch die Mitgliedstaaten endet am 26. Februar 2015. Die Förderung konzentriert sich auf neun Hauptverkehrskorridore, die als Kernnetz das wirtschaftliche Rückgrat des Binnenmarktes bilden werden. Ziel ist es, Engpässe zu beseitigen, Ost-West-Verbindungen grundlegend umzugestalten und den grenzübergreifenden Verkehr sowohl für Unternehmen als auch für die Bürgerinnen und Bürger in der gesamten EU wesentlich zu erleichtern.

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EU-Projekt sucht nach natürlichen Alternativen für synthetische Stoffe

Das von der EU geförderte Projekt Agrocos durchstöbert die Pflanzenwelt nach natürlichen Stoffen, die heute übliche synthetische Inhaltsstoffe ersetzen könnten, wie sie sich in kosmetischen Erzeugnissen, aber auch in agrochemischen Produkten wie Insekten-, Unkraut- und Pilzbekämpfungsmitteln finden. Durch die Analyse natürlich vorkommender Moleküle will man eine neue Generation natürlicher Inhaltsstoffe entdecken und so den Weg für innovative Produkte ebnen, die den Bedenken der Verbraucher in Bezug auf synthetische Stoffe und deren Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt besser Rechnung tragen. Dies passt zu der EU-Strategie, die eine Gesellschaft anstrebt, die sich stärker auf erneuerbare, nachhaltige biologische Ressourcen stützt, um den Bedarf der Verbraucher und der Industrie zu decken.

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Was ist erlaubt in Europas Lesesälen

Unis sparen Kosten, wenn sie Fachbücher digitalisieren und allen Lesern so in der Bibliothek zugänglich machen. Studenten sparen Geld, wenn sie die Lektüre ausdrucken oder speichern können. Doch ist das erlaubt oder wird das EU-Urheberrecht verletzt? Letzterer Ansicht vertritt zumindest der Verlag Eugen Ulmer. Das Urteil des EUGH vom 11.9.2014 besagt nun, dass die Mitgliedstaaten innerhalb bestimmter Grenzen und unter bestimmten Voraussetzungen, darunter die Zahlung eines gerechten Ausgleichs an die Rechtsinhaber, den Nutzern gestatten dürfen, von der Bibliothek digitalisierte Bücher auf Papier auszudrucken oder auf einem USB-Stick zu speichern. Die Mitgliedstaaten können jedoch bestimmte Ausnahmen oder Beschränkungen in Bezug auf dieses Recht vorsehen.

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Der Mann, der 32 Sprachen fließend spricht

Ioannis Ikonomou ist ein echtes Sprachtalent. Der 49-Jährige spricht 32 Sprachen und arbeitet bei der EK. Neben dem Übersetzen von Gesetzestexten muss er für die EK vertrauliche Dokumente aus dem Hebräischen, Chinesischen und Aserbaidschanischen übersetzen. Das schaffen nur sehr wenige der 2500 EU-Übersetzer. Ikonomou spricht 32 Sprachen nahezu fließend, dazu noch ein paar tote Idiome, die er immerhin passiv beherrscht. Mit fünf Jahren lernte er Englisch, mit sieben Deutsch, mit knapp zehn Jahren Italienisch, mit 13 Russisch, mit 14 das ostafrikanische Suaheli und mit 16 Türkisch. Nach dem Türkischen lernte er Arabisch, wurde Sufist, ein Anhänger islamischer Mystik. Dann ein Quantensprung: Ikonomou war plötzlich fasziniert von Indien, er studierte Urdu, Hindi und Sanskrit.

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