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EU-Tagesnews 04.11.2014

Herbstprognose 2014: Langsame Erholung bei äußerst niedriger Inflation

In ihrer Herbstprognose geht die EK für den Rest des Jahres von einem schwachen Wirtschaftswachstum sowohl in der EU als auch im Euroraum aus.Demnach soll das reale BIP im Jahresdurchschnitt 2014 in der EU um 1,3 % und im Euroraum um 0,8 % wachsen. Für das Jahr 2015 wird ausgehend von einer steigenden Auslands- und Binnennachfrage mit einem allmählichen Anstieg des Wachstums auf 1,5 % bzw. 1,1 % gerechnet. Durch die Stärkung des Finanzsektors wird sich das Wachstum 2016 voraussichtlich auf 2,0 % bzw. 1,7 % beschleunigen und es werden auch die jüngsten Strukturreformen allmählich Früchte tragen.

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UNO will Staatenlosigkeit abschaffen

Die Vereinten Nationen wollen das Problem der Staatenlosigkeit innerhalb der nächsten zehn Jahre aus der Welt schaffen. Am 4.11.2014 gab das UNO-Flüchtlingshochkommissariat den Startschuss für eine breit angelegte Kampagne gegen diese „schlimme Anomalie des 21. Jahrhunderts", unter der bis 2024 zehn Millionen Menschen zu leiden hätten. Trotz einer 1961 unterzeichneten internationalen Konvention zur Abschaffung der Staatenlosigkeit besteht das Problem auch 53 Jahre später noch. Es betrifft heute besonders viele Menschen in Burma, wo mehr als eine Million Rohingya-Muslime keine Aussicht auf die burmesische Staatsbürgerschaft haben.

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EU-Außenchefin zweifelt an Sanktionen

Die neue Außenbeauftragte der EU, Federica Mogherini, hat Zweifel an der Wirksamkeit der Sanktionen geäußert, welche die EU gegen Russland erlassen hat. Tatsache sei, „dass sie auf die russische Wirtschaft wirken, dass sie von der russischen Führung und deren Umfeld gespürt werden", sagte Mogherini am 3.11.2014. „Aber die offene Frage ist immer noch, ob Moskau seine Politik deshalb ändern wird." Die EU hatte im März eine Sanktionsliste beschlossen und diese seither mehrmals erweitert. Sie will aber an den Strafmaßnahmen festhalten. Die EU werde in den kommenden Tagen über weitere Maßnahmen beraten. Das Thema stehe auch auf der Tagesordnung des Treffens der europäischen Außenminister am 17.11.2014. „Es wäre großartig, Sanktionen abzubauen", sagte Mogherini, „aber das würde bedeuten, dass die Krise in der Ukraine gelöst ist, und das ist sie nicht."

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Spaniens Wirtschaft erholt sich

Spaniens größte Bank Santander profitiert von der wirtschaftlichen Erholung des Landes. Weil weniger Kredite platzten, stieg der Nettogewinn in den ersten neun Monaten um knapp ein Drittel auf 4,36 Milliarden Euro, wie das größte Geldhaus der Euro-Zone am 4.11.2014 mitteilte. Damit wurden die Analystenerwartungen übertroffen. Die spanische Wirtschaft wächst derzeit schneller als viele andere europäische Länder. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September um 0,5 Prozent zum Vorquartal zu. Es war bereits das fünfte Quartal in Folge mit positiven Vorzeichen, was vor allem einer stärkeren Nachfrage im Inland als auch steigenden Exporten zu verdanken ist.

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120 Millionen Personen im Jahr 2013 von Armut bedroht

Im Jahr 2013 waren 122,6 Millionen Personen bzw. 24,5% der Bevölkerung in der EU von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das bedeutet, dass sie von mindestens einer der folgenden drei Lebensbedingungen betroffen waren: nach Zahlung von Sozialleistungen von Armut bedroht, unter erheblicher materieller Deprivation leiden oder in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit leben. Der Anteil der Personen in der EU28, die im Jahr 2013 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht waren (24,5%), verringerte sich gegenüber dem Jahr 2012 geringfügig (24,8%); dieser Anteil ist jedoch höher als im Jahr 2008 (23,8%). Die Verringerung der Anzahl der Personen in der EU, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, ist eines der Kernziele der Europa 2020 Strategie.
Diese Daten werden von Eurostat veröffentlicht und basieren auf Daten der EU-SILC Erhebung.

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Anstieg der Erzeugerpreise der Industrie um 0,2%

Im September 2014 stiegen die Erzeugerpreise der Industrie gegenüber August 2014 im Euroraum um 0,2% und in der EU28 um 0,1%, laut Schätzungen von Eurostat. Im August3 waren die Preise in beiden Gebieten um 0,2% zurückgegangen. Gegenüber September 2013 verringerten sich die Erzeugerpreise der Industrie im September 2014 im Euroraum um 1,4% und in der EU28 um 1,6%.

=> Externe Verknüpfung eurostat

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