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Workshop CAP-ABC in Sarajevo am 20. und 21. Mai 2014

In Sarajevo. © Akademie Graz
In Sarajevo.
© Akademie Graz

Sarajevo war die 3. Station der Workshop-Reihe, die Informationen über das EU-Förderprogramm Europa und Bürgerinnen zum Thema hat. Die Veranstaltung wurde von Lejla Širbubalo organisiert. Sie ist Programm-Managerin der Sarajevo Economic Region Development Agency (SERDA), in deren Räumlichkeiten in Novo Sarajevo, nahe dem Campus der Universität Sarajevo, der Workshop auch stattfand. Über 20 Gäste, darunter zahlreiche BürgermeisterInnen der Region ebenso wie Mitglieder lokaler NGOs und Kulturinitiativen kamen, um sich über das EU-Förderprogramm Europa und Bürgerinnen im Detail zu informieren - trotz der angespannten Lage infolge des dramatischen Hochwassers in Bosnien.

SERDA ist eine 2003 gegründete Einrichtung des Kantons Sarajevo, der Stadt Sarajevo und zahlreicher Gemeinden der Sarajevo Macro-Region. SERDA ist Mitglied der European Association of Development Agencies und die führende Entwicklungsagentur in Bosnien-Herzegowina. 2014 wurden 23 von der EU geförderte Projekte von SERDA zur Förderung der regionalen Wirtschaft und zur Etablierung internationaler Netzwerke implementiert. Entsprechend hob Direktor Ševkija Okerić in seiner Begrüßungsrede hervor, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit für Sarajevo und Bosnien-Herzegowina sei: für die gemeinsame Entwicklung innovativer Projekte und für die wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit.

Grußworte des Leadpartners und des Initiators dieses Projektes, dem für Europa, Kultur und Wirtschaft zuständigen Landesrat Christian Buchmann, wurden von Tina Lechner, Abteilung Kultur, Europa, Außenbeziehungen überbracht. Ziel dieses Projekts sei, nachhaltige Partnerschaften in Südosteuropa aufzubauen. Dem seien auch Jahresschwerpunkte in der Steiermark gewidmet, die jeweils ein Land in den Mittelpunkt stellen und damit eine Plattform für Begegnung, Information und Vernetzung sind. Ziel von CAP ABC sei es, die Möglichkeiten für finanzielle Unterstützungen der EU für die Zusammenarbeit Gemeinden und regionalen Verbänden vorzustellen, sowohl als Städtepartnerschaften als auch als Netzwerke zu inhaltlichen Schwerpunkten.

Den Hauptteil des Workshops gestaltete wie immer Projektmanager Georg Müllner, mit einer umfassenden Erläuterung aller formalen Vorgaben der Förderprogramme Europe for Citizens 2014-2010 und Creative Europe 2014-2020 - denn leider scheitern viele Einreichungen bereits an formalen Fehlern. Hier führte Müllner in alle notwenigen Voraussetzungen ein. Ein weiteres Thema waren die inhaltlichen Schwerpunkte der aktuellen Programme. Georg Müllner ist auch als Evaluator für die Europäische Kommission tätig. Aus diesen Erfahrungen heraus verwies er auf die Notwendigkeit einer leicht verständlichen wie konsistenten Darstellung des Projekts und listete die häufigsten Fehler und wichtigsten Ausschlusskriterien auf. Im Anschluss an seine Präsentation ging er auf zahlreiche konkrete Fragen aus dem Publikum ein und verwies auf die Einzelberatung für AntragstellerInnen im Anschluss an den Workshop, die dann von einer Person in Anspruch genommen wurde.

Astrid Kury, Leiterin der Akademie Graz, konzipierte das Kulturprogramm und lud im Vorfeld zu Kooperationen zu Projekten im Bereich von Kunst und Wissenschaft ein, was von Dr. Lejla Širbubalo mit Interesse aufgegriffen wurde. Sie ist in Wien promovierte Germanistin und forschte über die Bosnien-Bilder in der deutschsprachigen Literatur; außerdem unterrichtet sie auch an der Universität Mostar, zusätzlich zu ihrer Tätigkeit im EU-Projektmanagement.
Thema des Kulturprogramms waren die internationalen Kunstprojekte des Sarajevo Center for Contemporary Art (SCCA). Aida Hajro, Projektmanagerin des SCCA, stellte den internationalen Zvono-Kunstpreis und das internationale Kunstprojekt Miraz (Mitgift) vor. SCCA wurde 1996 vom Open Society Fund gegründet und ist ein mobiles Kunstzentrum. Es veranstaltet und präsentiert seine zahlreichen Kunstproduktionen, und Ausstellungen in verschiedenen Räumen (off-spaces) der Stadt.
Die Ausstellung Miraz/Dowry/Mitgift aus dem Jahr 2012 war Teil des EU-Projekts „Women's Heritage: Contribution to Equality in Culture (2011- 2012)" - Projektleitung: Center for Women's Studies in Zagreb; Projektpartner: Women in Black from Belgrade, Serbian Cultural Center Danilo Kiš in Ljubljana, Casa Internazionale delle Donne of Trieste und SCCA. Ziel der Ausstellung mit Arbeiten von Künstlerinnen aus Sarajevo, Ljubljana, Belgrad und Zagreb war es, einen kreativen Dialog in der Region Ex-Jugoslawiens zu etablieren, mit der speziellen Frage, was Frauen dazu beitragen können - innerhalb einer immer noch stark patriarchal dominierten Kultur.

 

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