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Zum Europäischen Jahr für Entwicklung 2015: Bericht über das "Café Europa Bangladesch"

Gerhard Adam im Gespräch mit Botschafter Mohammed Abu Zafar

„Bangladesh is pursuing  to be a country where people live in security and dignity.“  
„Bangladesh is pursuing to be a country where people live in security and dignity.“

Graz (28.5.2015). "Die Volksrepublik Bangladesh versucht praktisch alles, was sie leisten kann, um die sozialen Standards in ihrem Lande zu verbessern - aber das ist nicht einfach." So lassen sich die Kernaussagen von Botschafter Mohammed Abu Zafar zusammenfassen, der gestern, Mittwoch, auf Einladung von Landeshauptmann Franz Voves zu einem "Café Europa-Bangladesch" nach Graz gekommen war. Die Diskussion fand in Kooperation mit Südwind und dem Masterstudium Global Studies anlässlich eines sehr bedrückenden Jahrestags statt: Am 24. April jährte sich der verheerende Fabrikseinsturz von Rana Plaza in Sabhar - etwa 25 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Dhakha in Bangladesch zum zweiten Mal. 1.133 Menschen haben dabei ihr Leben verloren und 2.500 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Gerhard Adam, Regionalstellenleiter von Südwind Steiermark, stellte als Interviewer dem aus Wien angereisten Botschafter von Bangladesch, Mohammed Abu Zafar, kritische Fragen zu den Arbeitsbedingungen in der Textil- und Lederindustrie in Bangladesch.

Der Botschafter überzeugte die rund fünfzig TeilnehmerInnen, dass der noch junge Staat Bangladesch (unabhängig seit 1971) trotz oft fehlender Ressourcen sich sehr bemüht, die Situation der ArbeiterInnen zu verbessern. Das kleine Land Bangladesch muss jedoch mit einer Fläche von  147.570 Quadratkilometer (knapp doppelt so viel wie Österreich) 160 Millionen Menschen (das Zwanzigfache Österreichs) ernähren. So wurden beachtliche Ergebnisse erzielt, indem etwa die Lebensmittelproduktion innerhalb von zwei Jahrzehnten auf nahezu das Vierfache gesteigert werden konnte. Um die Arbeitsplätze in der Industrie - wie beispielsweise im Bereich Textil und Leder - zu erhalten, müsse Bangladesch aber in seiner Politik sehr behutsam vorgehen, damit internationale Firmen nicht abwandern. Botschafter Abu Zafar hob die Eigenverantwortung der KonsumentInnen in Österreich bei der Kaufentscheidung hervor. Gerhard Adam knüpfte bei der Rolle der KonsumentInnen gerne an: Die Clean Clothes Campaign (CCC) von Südwind informiert die KonsumentInnen über die aktuellen Produktions- und Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern und mobilisiert sie, für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der NäherInnen einzutreten.


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