Öffnet Startseite Europa Steiermark

Stärkere Bande in die Zentral-Ukraine

Delegation mit Gouverneur Serhii Kuzmenko auf Steiermark-Besuch

Gouverneur Serhii Kuzmenko wurde herzlich von Europa-Landesrat Christian Buchmann empfangen. © europa.steiermark.at / js (alle Fotos)
Gouverneur Serhii Kuzmenko wurde herzlich von Europa-Landesrat Christian Buchmann empfangen.
© europa.steiermark.at / js (alle Fotos)
Der Delegation gehörten hochrangige Vertreter der Region an. 
Der Delegation gehörten hochrangige Vertreter der Region an.

Graz (11.11.2016). Eine Delegation aus der ukrainischen Region Kirowograd kam unter Führung von Gouverneur Serhii Kuzmenko diese Woche zu Besuch in die Steiermark. Höhepunkt des Besuchs war ein Arbeitsgespräch mit Europa-Landesrat Christian Buchmann, in dem weitere konkrete Punkte der Zusammenarbeit des Landes Steiermark mit der Region Kirowograd besprochen wurden, die seit dem Jahr 2011 mit der Steiermark durch eine Partnerschaft verbunden ist. In der Ukraine ist man vor allem an der Vertiefung der Beziehungen zwischen Universitäten sowie an einem Erfahrungsaustausch betreffend im Bereich der nachhaltigen Abfallwirtschaft interessiert.

Der Delegation, die vom ukrainischen Botschafter in Österreich, S.E. Alexander Scherba begleitet wurde, gehörten hochrangige Vertreter an: Die Vizegouverneure Svitlana Lobanova und Andrii Kolomiitsev, Vize-Parlamentspräsident Jurij Guglenko, der Leiter der Abteilung für Wissenschaft, Forschung, Bildung und Sport, Volodymyr Taboranskyi, und die Regierungssprecherin Anastasiya Musatenko. Im Steiermärkischen Landtag wurden sie von der Zweiten Landtagspräsidentin Manuela Khom empfangen.

Zu weiteren Arbeitsgesprächen besuchte die Delegation die Technischen Universistät Graz, das Berufsschulzentrum Graz-St. Peter sowie die LEADER-Region Almenland.

Konstruktive Fachgespräche

Im Landtag wurden die Gäste aus der Ukraine durch die Zweite Präsidentin Manuela Khom empfangen 
Im Landtag wurden die Gäste aus der Ukraine durch die Zweite Präsidentin Manuela Khom empfangen

An der Technischen Universität Graz erhielt die Delegation einen Überblick über das Spektrum der Fachrichtungen. In der Ukraine besteht Interesse für eine Zusammenarbeit mit der Technischen Universität in Kropywnytskyj, der Hauptstadt der Region Kirowograd, die bereits 2012 ein Abkommen über eine Kooperation mit der Montanuniversität Leoben abgeschlossen hatte. Bis zum nächsten Zusammentreffen sollen in der Ukraine konkrete Projektvorschläge zu einzelnen Themen ausgearbeitet werden. Von besonderem Interesse ist dabei die Recyclingindustrie.

Beim Gespräch in der Landesberufschule Nr. 5, die ihrerseits bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Georgien, Litauen und Polen aufweist, betrachtet man die Ukraine als potentiellen Paertner. Direktor Christian Vogelsberger will gemeinsam mit Lehrern dieser Berufsschule im kommenden Jahr einen Besuch in Kirovohrad absolvieren, um ein gemeinsames Projekt auszuarbeiten.

Bei einem Arbeitsgespräch mit der Zweiten Landtagspräsidentin Manuela Khom kamen auch kulturelle Themen zur Sprache: So ist wurde die Hauptstadt der Region Kirowograd im vergangenen Jahr - nach dem Mitbegründer des ersten professionellen Theaters in der Ukraine, Marko Kropynitskyj benannt.

Bei einem Besuch im Almenland erläuterte der Bürgermeister von Breitenau am Hochlantsch, Alexander Lehofer, gemeinsam mit LEADER-Geschäftsführer Jakob Wild die Verwaltungsstrukuren des Landes und die Kompetenz von Gemeinden, Bezirken und Regionen - auch in Hinblick auf Feuerwehrwesen, ärztliche Versorgung, Kindergärten, Volksschulen, Mittelschulen bzw. Mittlere und Berufsbildende Höhere Schulen. Dies stieß auf besonders großes Interesse, da derzeit in der Ukraine eine Strukturreform zur Dezentralisierung der öffentlichen Aufgaben durchgeführt wird.

Zum Abschluss des dreitägigen Aufenthalts traf die Delegation mit dem für Europa und Außenbeziehungen verantwortlichen Landesrat Christian Buchmann zusammen. Gouverneur Kuzmenko präsentiert seine Region und verwies dabei besonders auf die notwendigen Reformen im Bereich der Landwirtschaft, Energieversorgung, Gemeindestruktur, Müllentsorgung und -verarbeitung (Vermeidung, Trennung, Verwertung). Er unterstrich, dass er dabei sehr am Einsatz moderner Technologien interessiert sei, die er in der Steiermark kennengelernt hatte. Dies gelte auch für die Modernisierung von Krankenhäusern und Schulen. Am Rande des Gesprächs wurde dem Landesrat auch ein Schreiben des Rektors der Pädagogischen Universität aus Kropywnytskyj übergeben, der sich um eine Partnerschaft mit der Pädagogischen Hochschule Steiermark bemüht und möglichst bald in die Steiermark kommen will, um eine konkrete Kooperation zu vereinbaren.

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).