Pfingstdialog "Geist & Gegenwart 2026"
Steirische Nachbarschaftspolitik im Zeichen von "EUROPA(s) STÄRKEN“

Am 20./21. Mai stand Schloss Seggau in der Südsteiermark erneut ganz im Zeichen des Pfingstdialoges „Geist & Gegenwart", der unter dem Motto „EUROPA(s)STÄRKEN" wieder durch hochkarätige Keynote-Speaker und Diskutantinnen aufzeigen konnte. Die im Titel mitschwingende Ambiguität war dabei durchaus beabsichtigt. Schließlich ging es nicht nur um ein Sichtbarmachen europäischer Stärken, etwa im Bereich der Weltraumforschung, sondern auch um die Frage, wie sich unser Kontinent, konkreter die Europäische Union, im Wettstreit zwischen globalen Großmächten wie den USA, China und Russland positionieren kann und soll.
Die deutschen Politikwissenschaftler Carlo Masala und Herfried Münkler sowie Islamexperte Ahmad Mansour sprachen politische und gesellschaftliche Realitäten mit jeweils ungeschöntem, aber umso analytischerem Blick an und aus - jedoch nicht ohne einen versöhnlichen Ausblick samt Handlungsoptionen für Europa mitzuliefern. Ein ebenso kontroversieller wie lösungsorientierter Diskurs - seit rund zwei Jahrzehnten ein Markenkern des Pfingstdialogs - wurde dann nicht nur am Podium, sondern auch in den parallel stattfindenden Insiemegruppen geführt.
Ein für die steirische Nachbarschaftspolitik besonders relevantes Thema wurde in der Gruppe „Innovationsregion Alpe Adria" diskutiert: Thereza Christina Grollitsch von der Kärntner BABEG, ICS-Geschäftsführer Karl Hartleb, Michael Ploder, Direktor des Policies-Instituts der Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH, Ökonom Martin Wagner sowie Felix Kodolitsch, Leiter des Referates Europa und Internationales des Landes Steiermark, erörterten die Herausforderungen und Möglichkeiten eines gemeinsam Wirtschafts- und Innovationsraumes, der für die Steiermark und ihre (unmittelbaren) Nachbarn Italien, Slowenien und Kroatien Potentiale bereithält, die es in Zukunft stärker zu heben gilt.


