Land Steiermark beim 3Seas Local Government Congress 2026 in Lublin
Der Land Steiermark nahm am 3Seas Local Government Congress in Lublin teil, einer internationalen Konferenz zur Förderung der regionalen Zusammenarbeit zwischen Staaten im Raum Ostsee, Adria und Schwarzem Meer. Die langjährige Partnerschaft mit der polnischen Woiwodschaft Lublin bildete den Rahmen für die Teilnahme. Im Mittelpunkt standen Themen wie Infrastrukturentwicklung, Sicherheit und die Rolle der Regionen innerhalb der Three Seas Initiative (3SI).
Der Kongress bot eine Plattform für hochrangige Diskussionen über die Zukunft der 3SI, den Ausbau von Verkehrs-, Energie- und Digitalinfrastrukturen sowie Fragen der Energiesicherheit und Investitionen. Die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit angesichts geopolitischer Entwicklungen wurde mehrfach betont. Auch die Einbindung des Westbalkans, der Ukraine und Moldaus in europäische Prozesse stand im Fokus.
Neben politischen Gesprächen ermöglichte der Kongress fachliche Vernetzung durch Foren und B2B-Zonen. Das Netzwerk der Three Seas Regionen wurde erweitert, und die Steiermark präsentierte sich als innovativer Wirtschaftsstandort und verlässlicher Partner für internationale Kooperationen. Die Teilnahme unterstrich die Bedeutung internationaler Partnerschaften für die Steiermark.


(Lublin, 27./28. Mai 2026) Die langjährige Partnerschaft zwischen dem Land Steiermark und der polnischen Woiwodschaft Lublin bildete den Rahmen für die Teilnahme am 3Seas Local Government Congress am 27. und 28. Mai 2026. Im Mittelpunkt der internationalen Konferenz standen Fragen der regionalen Zusammenarbeit, der Infrastrukturentwicklung, der Sicherheit sowie die zukünftige Rolle der Regionen im Raum zwischen Ostsee, Adria und Schwarzem Meer.
Das Land Steiermark pflegt seit mehr als zwanzig Jahren enge Beziehungen zur Woiwodschaft Lublin. Die ostpolnische Region war 2026 bereits zum sechsten Mal Gastgeberin des 3Seas Local Government Congress und versammelte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft aus zahlreichen Ländern Mittel- und Osteuropas.
Der Kongress fand im Rahmen der Three Seas Initiative (3SI) statt, einer politischen und wirtschaftlichen Kooperationsplattform der Staaten zwischen Ostsee, Adria und Schwarzem Meer. Österreich zählt zu den Mitgliedstaaten der Initiative, die 2015 von Polen und Kroatien ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die wirtschaftliche Entwicklung, die infrastrukturelle Vernetzung und die Zusammenarbeit in Mittel- und Osteuropa zu stärken und damit einen Beitrag zur europäischen Integration zu leisten.
Bereits die Eröffnungsreden des Marschalls der Woiwodschaft Lublin, Jarosław Stawiarski, und des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki verdeutlichten die aktuellen Herausforderungen der Region. Sicherheit, Resilienz und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine prägten zahlreiche Diskussionen. Gleichzeitig wurde die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur als Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung hervorgehoben.
Ein Höhepunkt des Kongresses war eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion mit Botschafterinnen und Botschaftern aus Kroatien, Österreich, Bulgarien und Tschechien. Im Mittelpunkt standen die zukünftige Entwicklung der Three Seas Initiative, der Ausbau der Nord-Süd-Konnektivität als Ergänzung bestehender Ost-West-Verbindungen sowie die Weiterentwicklung grenzüberschreitender Verkehrs-, Energie- und Digitalinfrastrukturen. Darüber hinaus wurden Fragen der Energieversorgung und -sicherheit, Investitionen, Forschung und Innovation sowie die Zusammenarbeit mit der Ukraine und der Republik Moldau diskutiert. Angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen wurde die Bedeutung einer engen regionalen Zusammenarbeit mehrfach hervorgehoben.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Rolle europäischer Förderinstrumente beim Ausbau der Infrastruktur in Mittel- und Osteuropa. Diskutiert wurden zudem resiliente Energieversorgungssysteme sowie Zukunftstechnologien wie Wasserstoff und erneuerbare Energien. Die Zusammenarbeit innerhalb der Three Seas Initiative soll dazu beitragen, bestehende Verbindungen auszubauen, regionale Entwicklungsunterschiede zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit der Region nachhaltig zu stärken.
Auch die Perspektive des Westbalkans nahm einen wichtigen Platz im Kongressprogramm ein. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Staaten unterstrichen die Bedeutung einer stärkeren Einbindung der Region in europäische Kooperations- und Entwicklungsprozesse. Ebenso wurde die zukünftige Zusammenarbeit mit der Ukraine und der Republik Moldau als bedeutendes Zukunftsthema hervorgehoben.
Neben den politischen Diskussionen bot der Kongress zahlreiche Möglichkeiten zur fachlichen Vernetzung. In Foren zu den Themen Internationales, Sicherheit, Wissenschaft, Jugend und Wirtschaft wurden aktuelle Herausforderungen und Kooperationsmöglichkeiten erörtert. Ergänzt wurde das Programm durch eine B2B-Zone, eine Exhibition Zone und eine Innovation Zone, die den Austausch zwischen Institutionen und Unternehmen aus den Mitgliedstaaten der Three Seas Initiative förderten.
Im Rahmen des Kongresses wurde außerdem das Netzwerk der Three Seas Regionen erweitert: Rumänien und Griechenland wurden aufgenommen, während Albanien, Spanien und die Türkei dem Three Seas University Network beitraten.
Den feierlichen Abschluss des ersten Kongresstages bildete eine Gala, die die kulturelle Vielfalt der Three Seas Gemeinschaft eindrucksvoll präsentierte. Musik, Tanz und künstlerische Darbietungen unterstrichen die gemeinsame europäische Dimension der Initiative. Zudem wurden Persönlichkeiten und Unternehmen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die Entwicklung der Three Seas Region verdient gemacht haben.
Im Rahmen einer Meet & Greet Session präsentierte sich die Steiermark als innovativer Wirtschafts-, Forschungs- und Technologiestandort sowie als verlässlicher Partner für bilaterale und multilaterale Kooperationen. Das Referat Europa und Internationales stellte dabei seine internationalen Partnerschaften und Netzwerke vor und informierte über die vielfältigen Aktivitäten des Landes im europäischen und internationalen Kontext.
Die Teilnahme am 3Seas Local Government Congress unterstrich einmal mehr die Bedeutung internationaler Partnerschaften und regionaler Zusammenarbeit. Für die Steiermark bot die Veranstaltung eine wertvolle Gelegenheit, bestehende Netzwerke weiter auszubauen, neue Kontakte zu knüpfen und aktuelle Entwicklungen in einer für Europa zunehmend bedeutenden Kooperationsregion aus erster Hand zu verfolgen.
Link zur Veranstaltungshomepage des Congresses.


