Steirische Innovationskraft in Antwerpen und Gent



Antwerpen/Gent (30. September 2026).- Im Mittelpunkt einer Delegationsreise von Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer nach Belgien standen die Themen internationale Wirtschaftsbeziehungen, Hafen- und Logistikinfrastruktur sowie nachhaltige Energietechnologien. Stationen der Reise waren der Port of Antwerp-Bruges und die von einem steirischen Unternehmen mitrealisierte Anlage von Ghent Renewables im North Sea Port in Gent.
Begleitet wurde Landesrat Ehrenhöfer unter anderem vom österreichischen Botschafter in Belgien, Jürgen Meindl, dem österreichischen Honorarkonsul in Antwerpen, Edwin Moehlig sowie der Wirtschaftsdelegierten für Belgien und Luxemburg Cornelia Reibach-Stambolija.
Antwerpen: Internationaler Warenverkehr und strategische Infrastruktur
Erste Station war der Port of Antwerp-Bruges, einer der bedeutendsten Hafen- und Industriestandorte Europas. Bei der Besichtigung und den Gesprächen mit Wim Dillen, International Development Manager des Port of Antwerp-Bruges, standen die internationale Vernetzung des Hafens, globale Handels- und Logistikstrukturen sowie die Bedeutung leistungsfähiger Infrastruktur für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort im Mittelpunkt.
Der Besuch bot zugleich Gelegenheit, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Belgien sowie aktuelle Herausforderungen für exportorientierte Unternehmen zu erörtern.
Steirische Technologie für erneuerbare Kraftstoffe in Gent
Ein besonderer Schwerpunkt der Delegationsreise lag auf dem Besuch von Ghent Renewables im North Sea Port in Gent. Dort konnte sich die Delegation ein Bild von einer Anlage machen, die mit maßgeblicher Beteiligung des steirischen Technologieunternehmens BDI - BioEnergy International GmbH aus Raaba-Grambach realisiert wurde.
BDI entwickelte und realisierte gemeinsam mit Ghent Renewables eine Anlage zur Vorbehandlung von Rohstoffen für erneuerbare Kraftstoffe. Abfall- und Reststoffe werden dabei zu Ausgangsstoffen für erneuerbaren Diesel und Sustainable Aviation Fuel (SAF) aufbereitet. Die im Mai 2026 in Betrieb genommene Anlage verfügt über eine Verarbeitungskapazität von rund 100.000 Tonnen pro Jahr. BDI zeichnete für Maschinenbau, Ausrüstung und Inbetriebnahme verantwortlich.
„Die Anlage in Gent zeigt eindrucksvoll, was steirische Unternehmen mit Innovationskraft und technologischem Know-how international leisten. BDI trägt mit steirischer Technologie dazu bei, Rest- und Abfallstoffe für erneuerbare Kraftstoffe nutzbar zu machen und damit konkrete Lösungen für die Transformation von Industrie und Mobilität zu schaffen. Solche Projekte stärken nicht nur den Wirtschafts- und Innovationsstandort Steiermark, sondern zeigen auch, dass unsere Unternehmen bei Zukunftstechnologien international ganz vorne mitspielen", betont Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer.
Seitens BDI nahmen Managing Director Manfred Baumgartner und Projektmanager Markus Kaiser am Austausch teil. Weitere Gesprächspartner waren Yves Bienfet, Director von Ghent Transport & Storage (GTS), sowie Cas König, CEO von North Sea Port. Im Mittelpunkt standen die technologische Umsetzung des Projekts, die Nutzung von Rest- und Abfallstoffen für erneuerbare Energieträger sowie die Rolle innovativer Technologien für die Transformation von Industrie und Mobilität.
Der Besuch in Gent zeigte damit auch ganz konkret, wie steirisches Technologie-Know-how international zur Umsetzung der Energie- und Mobilitätswende beiträgt. Gerade in den Bereichen Bioenergie, Kreislaufwirtschaft, Anlagenbau und nachhaltige Kraftstoffe verfügen steirische Unternehmen über international gefragte Kompetenzen.
Die Delegationsreise wurde vom Steiermark-Büro Brüssel in Zusammenarbeit mit dem AußenwirtschaftsCenter Brüssel und den Partnern vor Ort organisiert.


