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Internationale Partnerschaften bringen Erfahrungsgewinn für Gemeinden

Abschlusskonferenz eines EU-Projekts aus sieben Staaten in Bad Radkersburg

Regionalentwicklungsfachmann Martin Nagler, LAbg. Anton Gangl, Projektbetreuerin Christa Eisner und der Bezirkshauptmann von Südoststeiermark, Alexander Majcan bei der Konferenz © europa.steiermark.at | js (CC BY-SA-NC) - alle Fotos
Regionalentwicklungsfachmann Martin Nagler, LAbg. Anton Gangl, Projektbetreuerin Christa Eisner und der Bezirkshauptmann von Südoststeiermark, Alexander Majcan bei der Konferenz
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LAbg. Gangl: "Die EU ermöglicht und fördert eine Zusammenarbeit in alle Himmelsrichtungen, nicht nur im Inland!" 
LAbg. Gangl: "Die EU ermöglicht und fördert eine Zusammenarbeit in alle Himmelsrichtungen, nicht nur im Inland!"
Vertreter/innen der Partnerregionen aus Ungarn, Steiermark, Kroatien, Slowenien, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Italien im Interview mit EU-Experten Georg Müllner (von links) 
Vertreter/innen der Partnerregionen aus Ungarn, Steiermark, Kroatien, Slowenien, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Italien im Interview mit EU-Experten Georg Müllner (von links)

Bad Radkersburg/Graz (24. Mai 2017). - Bad Radkersburg war gestern, Dienstag (23.5.2017), für einen Tag die "Hauptstadt für internationale Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden" von sieben Staaten Europas. Dort fand die Abschlusskonferenz eines sehr erfolgreichen EU-Projekts statt, das mit dem Land Steiermark als Lead-Partner durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt stand die Frage "Wie können Städte und Gemeinden die vielfältigen EU-Förderungsmöglichkeiten optimal nützen?" Dabei wurden - auch durch Bezirkshauptmann Alexander Majcan und LAbg. Anton Gangl - zahlreiche Beispiele aus der Praxis präsentiert. Sie zeigten durchwegs, dass bei EU-Projekten von Regionen und Gemeinden - neben der Unterstützung aus Brüssel - vor allem der Erfahrungsaustausch als enormer Gewinn einzustufen ist. Dies trifft auf viele Bereiche zu, wie etwa Maßnahmen gegen die weiterhin drohende Abwanderung der Jugend aus ländlichen Gemeinden, Altenpflege, Bürgerbeteiligung oder zunehmend auch verschiedenste Ansätze zur Integration von Migrantinnen und Migranten. "Gemeinden sind den Menschen am nächsten, sie sind besonders stark gefordert", betonte die Projektbetreuerin im Europareferat des Landes Steiermark, Christa Eisner. Sie zeigte sich stolz, dass steirische Gemeinden in Österreich einen Spitzenplatz bei erfolgreichen Projekten im Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" einnehmen. Die Europäische Union stellt dafür im Zeitraum von 2014 bis 2020 insgesamt 185 Millionen Euro zur Verfügung.

Dieser steirische Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass vom Europareferat des Landes seit Jahren regelmäßig Informationsschwerpunkte gesetzt werden, um es steirischen Gemeinden schmackhaft zu machen, mit anderen Gemeinden aus EU-Staaten zusammenzuarbeiten, EU-Förderungen in Anspruch zu nehmen und durch den Erfahrungsaustausch mit anderen Gemeinden akute Probleme besser lösen zu können. In Bad Radkersburg wurden die Ergebnisse des aktuellen Projektes Externe Verknüpfung „CAPE-AB" *) vorgestellt, das von der Europäischen Union eine Förderung von 140.000 Euro erhielt.

Am Projekt sind Regionen und Gemeinde-Verbände aus insgesamt sieben Staaten beteiligt: Italien, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina sowie Serbien. Seit dem Kick-Off-Treffen von im Dezember 2015 wurden Workshops in allen Staaten durchgeführt, wo insgesamt rund 250 Fachleute aus Gemeinden neue Ideen für künftige gemeinsame Kooperationsprojekte entwickelten. Das Besondere: Jenen Gemeinden, die selbst ein Projekt in Angriff nehmen wollten, stand im Rahmen von „CAPE-AB" eine Beratung durch den steirischen EU-Experten Georg Müllner (Verein Auxilium, Graz) zur Verfügung, der das Projekt im Auftrag des Landes abwickelte. Am wichtigsten sei aber die persönliche Kommunikation bei gemeinsamen Treffen, betonte die kroatischen Projektverantwortliche Larisa Križan Breljak und hob hervor: "Meine Heimatstadt Varazdin ist von Bad Radkersburg kilometermäßig genauso weit entfernt wie die steirische Landeshauptstadt Graz. Umso wichtiger ist es, dass die Zusammenarbeit von Regionen und Gemeinden nicht an den Staatsgrenzen endet!"

Das Land Steiermark hat bereits ein Folge-Projekt für 2018 im EU-Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger" eingereicht.

*) Externe Verknüpfung CAPE-AB "Network for Co-operation And democratic Participation of citizens in the Adria-Balkan-Region

Graz, am 24. Mai 2017

 
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