"Café Europa" - Die Tschechische Republik stellt sich vor

Botschafter und Wirtschaftsspitzen in Diskussion

 (v.l.) Der Leiter der Europaabteilung Mag. Ludwig Rader im Gespräch mit Botschafter Dr. Jan Koukal im „Café Europa“. (Foto: Josef Bauer)
(v.l.) Der Leiter der Europaabteilung Mag. Ludwig Rader im Gespräch mit Botschafter Dr. Jan Koukal im „Café Europa“. (Foto: Josef Bauer)

Graz.- Im Rahmen des kürzlich von Landeshauptmann Mag. Franz Voves gestarteten "Café Europa" war heute, 26. Juni 2007, der Botschafter der Republik Tschechien, Dr. Jan Koukal zu Gast. In seinem Einleitungsstatement zeigte sich Koukal durchaus bereit, auch heiße Themen anzusprechen. So verwies er darauf, dass bis 2005 eine stetig steigende positive Handelsbilanz zwischen Österreich und seinem Heimatland zu verzeichnen war, dass es aber "2006 und 2007" zu einer Stagnation gekommen sei. Die Gründe ortete Koukal zum einen in den "energetischen Strategien" und spielte damit wohl auf die in Österreich wenig geliebte Atomkraft an und zum anderen auf die fehlende Verkehrsinfrastruktur: "Österreich ist das einzige Nachbarland Tschechiens, das nicht auf einer Autobahn erreichbar ist."

Tschechen sind begeisterte Europäer

Die Bevölkerung Tschechiens ist zu einem sehr hohen Prozentsatz erfreut, dass ihr Land Mitglied der Europäischen Gemeinschaft ist. Der Anteil der EU-Befürworter ist in Tschechien um rund zehn Prozent höher als in Österreich. Dazu hielt Moderator Ludwig Rader, Leiter der das Café Europa veranstaltenden Fachabteilung in der Steiermärkischen Landesregierung, fest, dass es "noch stärker gelingen muss, die Menschen mitzunehmen!"

Aus dem Internet selbst kamen zahlreiche Fragen. So wollte man unter anderem wissen, wann in Tschechien der Euro eingeführt werde. Koukal erläuterte, dass bis auf den Sozialbereich die hohen Anforderungen erfüllt seien. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man in seiner Heimat ab 2012 den Euro als offizielles Zahlungsmittel haben werde.

Konsul Pengg: "Investoren willkommen!"

Investoren seien in der Republik Tschechien hochwillkommen, bemerkte der Grazer Industrielle und Honorarkonsul von Tschechien, Mag. Dipl.-Ing. Ägyd Pengg, in seinem kurzen Statement. Freilich werde kein "roter Teppich in Form von Grundstücksgeschenken ausgelegt", wesentlich aber sei, dass die Grundhaltung gegenüber Unternehmern positiv professionell sei - und das sei eine "sehr gute Plattform" für die Wirtschaft.

Streams und Technik

Hinweis: Als Streaming-Format wird aus Gründen der auch zukünftigen Verfügbarkeit (Windows und Apple) Windows-Media bzw. MPEG eingesetzt. Für Windows benötigen Sie einen Microsoft Media Player, für Apple ein Plugin für den Quicktime-Player.

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