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"Der schwarze Tiger - Was wir von Afrika lernen können"

Buchvorstellung von Mag. Hans Stoisser/Global-Studies-Ringvorlesung

Beginn
20.06.2016, 12:00 Uhr
Ende
20.06.2016, 15:00 Uhr
Termine-Arten
Lernen & Wissen, Religion
Hinweis
Eintritt frei - wir bitten um Online-Anmeldung mit dem Anmeldeformular!
Ort
Karl-Franzens-Universität Graz
RESOWI, Bauteil E, Erdgeschoß, Hörsaal 15.05
8010   Graz
Anfahrt
Interaktive Landkarte 
Der schwarze Tiger

Zum Autor:

Hans Stoisser ist Unternehmer, Berater und Autor mit langjährigen Erfahrungen in Emerging Countries. Umwälzungen von Wirtschaft und Gesellschaft stehen im Mittelpunkt seines Berufslebens und seines Interesses. 
Siehe auch  www.hansstoisser.com

Zum Buch: 

Der europäische Sommer 2015 wird als Sommer der Flüchtlingsströme in Erinnerung bleiben. Zunächst waren es die Bootsflüchtlinge im Mittelmeer, dann die Flüchtlinge in den Fahrzeugen der Schlepper auf Europas Straßen. Schließlich die überfüllten Bahnhöfe.

Abschirmung, Zäune errichten, Auffanglager in Afrika, Erhöhung der Entwicklungshilfe – die Ratlosigkeit im Umgang mit den Migrationsströmen war und ist mit Händen zu greifen.

Das große Ganze fand noch keinen Eingang in die öffentliche Debatte. Die Flüchtlingsströme sind kein eigenständiges, plötzlich aufgetretenes Phänomen. Sie sind Konsequenz und logische Folge einer neuen Entwicklungsstufe der Menschheit:

dem Zusammenrücken und Entstehen einer Weltgesellschaft.

Das ist auch das Thema dieses Buchs über Afrika. Wir in Europa können die Entwicklungen nur verstehen, wenn wir sehen dass eine kritische Masse afrikanischer Länder längst Teil dieser Weltgesellschaft geworden ist. Globale Wertschöpfungsketten, moderne Organisationen, Vernetzungen und Verflechtungen und unsere globale Wissens- und Kommunikationsgesellschaft haben das urbane Afrika in den letzten Jahrzehnten geformt. Noch scheinen wir Europäer das nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen.

Damit ist dieses Buch auch ein Buch über Europa und den Blick Europas auf die restliche Welt. Wenn Europa seinen Platz in der sich weiter vernetzenden Welt sichern will, braucht es einen neuen Blick auf Afrika.

In sieben Kapiteln versuche ich das darzulegen. Kapitel 1 stellt den wirtschaftlichen Boom vieler afrikanischer Länder dar, der in Europa nur ganz langsam zur Kenntnis genommen wird. Kapitel 2 analysiert das europäische Afrikabild und die Konsequenzen die sich daraus für Europa ergeben. Kapitel 3 zeigt auf, was Europa dem modernen Afrika und damit der Weltgesellschaft eigentlich zu bieten hätte. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Entwicklungshilfe, die Europas Beziehungen zum afrikanischen Kontinent noch immer bestimmt. In Kapitel 5 geht es um die Machtstrukturen im globalen Kontext und die Konsequenzen für Europa. Kapitel 6 zeigt den neuen Blick auf Afrika in einer immer vernetzteren Welt. Schließlich schlage ich in Kapitel 7 vor, sich mit dem urbanen Afrika umfassend und breit zu vernetzen. Mit einfachen grundlegenden Prinzipien für eine ganz „normale“ Zusammenarbeit mit afrikanischen Menschen, Organisationen und Ländern.

Eine neue, andere Außenorientierung Europas kann einen wichtigen Beitrag zu einer empathischen Weltgesellschaft leisten. Und eine solche Außenorientierung erscheint mir gleichzeitig als der einzige Weg, eine innere Konsolidierung des von Krisen geschüttelten europäischen Kontinents vorantreiben.

 


   

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation von FairStyria-Entwicklungszusammenarbeit des Landes Steiermark mit dem Master Studium Global Studies der Karl-Franzens-Universität Graz.

 

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